Schwarzbrenner in Ungarn aufgeflogen

Scharzbrennerei in großem Stil ist der ungarische Zoll im Dorf Seregélyes nahe der Komitatsstadt Székesfehérvár auf die Spur gekommen, teilte Zollsprecher Jenő Sipos am Dienstag mit. Auf dem Gewerbegebiet des Ortes sowie am Dorfrand ertappten die Beamten vier Leute auf frischer Tat. Sie waren gerade dabei, aus einem Kleinlastwagen Alkohol in ein Lagerhaus umzupumpen. Die Mitarbeiter des Zolls beschlagnahmten insgesamt 8000 Liter Alkohol im Wert von 31 Millionen Forint (etwa 124 000 Euro). Der mutmaßliche Chef der Scharzbrenner wurde vorläufig festgenommen.

Forscher: Wasser des Balaton überaus sauber

Mit 20 Grad ist das Wasser des Balaton derzeit wärmer als gewöhnlich um diese Zeit des Jahres und ungeachtet dessen auch überdurchschnittlich sauber. Das berichtet das Lomnologische Balaton Forschungsinstitut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften am Montag. Das Fischsterben im Frühjahr habe unbegründet Alarm ausgelöst, die Balaton-Fischerei AG sammelt die toten Fische ein und entsorgt sie.

Der Mitteilung zufolge entdeckten die Forscher im Wasser-Einzugsgebiet des Balaton eine neue Fischart, den Amurgrundel. Die sehr aggressive Invasions-Fischart bedeute eine ernsthafte Gefahr für die Population einiger im Balaton heimischer Fischarten.

Die hochgradige Sauberkeit des Wassers sei auch dem Umstand zu danken, dass sich den Frühjahrsalgen noch nicht die Verbreitung der für den Sommer charakteristischen Arten folgte, obwohl die Wassertemperatur die 20 Grad erreichte. Die Ursache dafür liege im sehr geringen Nährstoffangebot – Nitrat-, Ammonium- und Karbamitverbindungen, hieß es weiter.

Kampf mit der Polizei in Ungarn – Angreifer tot

Nach einer Sachbeschädigung an der Dabróka-Csárda auf der Fernstraße 8 (Komitat Veszprém) ist ein Mann aus Rumänien bei einer Auseinandersetzung mit der Polizei ums Leben gekommen. Der 36-jährigen Gastarbeiter, der zusammen mit Kollegen nach Italien unterwegs war, stieg auf das Dach der Csárda und warf Ziegel und Dachziegel herunter, berichtet die Polizei. Nach langem Zureden kam der Mann in Gegenwart von Feuerwehrleuten, Angehörigen des Rettungsdienstes und der Polizei vom Dach herunter. Die Beamten aus Ajka brachten ihn ins Krankenhaus zur Untersuchung und führten ihn dann wegen des begründeten Verdachts der Sachbeschädigung vor.

Beim Gang zur Toilette griff er dann mit einer Schere seine Begleiter von der Polizei an und verletzte sie an Hals und Kopf. Während ein zur Hilfe herbeigeeilter Polizist auf die Beine des Mannes schoss, zerschlug der die Fensterscheiben und sprang ins Freie. Die Komitats-Staatsanwaltschaft untersucht jetzt die Umstände des Falles wegen Verdachts der Gewaltanwendung gegen eine Amtsperson.

In der Theiß ertrunkenes Mädchen gefunden

Tagelang war das Schicksal eines bei Egyek (Komitat Borsod) in der Theiß verschwundenen 15-jährigen Mädchens ungewiss. Seit Samstag herrscht Medienberichten zufolge Gewissheit: Sein Leichnam wurde Freitagabend bei Tiszafüred gefunden und später von den Eltern identifiziert, teilte die Polizei mit. Die Jugendliche war nach ihrem Pantoffel in die Theiß gelaufen und nach einigen Schritten vom Wasser verschlungen worden. Ihre Freunde und das Personal der nahe gelegenen Fähre begannen sofort die Suche, in die sich dann auch die Feuerwehr einschaltete. Nach einer 13-Jährigen, die am selben Tag bei Tiszabecs (Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg) in der Theiß verschwunden war, läuft die Suche unterdessen weiter.