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Umfrage: Ungarn immer pessimistischer

Die Stimmung in Ungarn ist beinahe an einem Tiefpunkt angekommen. Das jedenfalls signalisiert das Marktforschungsinstitut NRC in seiner monatlichen Umfrage „Nethangulat“ (Internet-Stimmung). Mit 18 Punkten verfehlte der Stimmungsindex den absoluten Tiefststand vom April nur um einen Punkt, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Mitteilung über die Umfrage im Auftrag des Nachrichtenmagazins für Politik und Wirtschaft „hvg“. Nur jeder zehnte „Netzbürger“ war Ende Oktober optimistisch, während nach Ansicht von 87 Prozent der Befragten im Internet die Dinge in eine schlechte Richtung laufen. Gefragt worden war zur Ermittlung des Indexes, ob die Entwicklung eher gut oder schlecht ist.

NRC misst seit drei Jahren die Meinung der Web-Gesellschaft über die Zustände des öffentlichen Lebens im Land und ihre Erwartungen für die Zukunft. Dabei gab es im April den Negativrekord mit 17 Punkten. Der Tiefflug begann bereits mit der Regierungskrise im März. Bis Juli konnten dann die Optimisten wieder 9 Punkte gewinnen, wobei sie immer noch weit von den über 40 Punkten im Herbst 2005 entfernt waren.

Damit war die Stimmung der Internetnutzer in den zurückliegenden Monaten immer pessimistisch, da der Index nie über die 50 Punkte, den Mittelwert des Barometers, hinauskam. Für die Oktober-Umfrage wurden zwischen dem 27. und 31. des Monats 1000 Nutzer online befragt. Nach einer wissenschaftlichen Gewichtung und unter Beachtung der wichtigsten demografischen Kriterien ist die Umfrage nach NRC-Angaben für die ungarische Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren repräsentativ.