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Winter fordert über 50 Opfer in Ungarn

Der Frost hat in Ungarn nach Zeitungsangaben mehr als 50 Opfer gefordert. Zuletzt wurde in einem Randgebiet des nordostungarischen Komitatszentrums Nyíregyháza (Szabolcs-Szatmár-Bereg) ein 75-jähriger Mann tot gefunden, berichtet die Polizei am Sonntag. Die Nachbarn hatten ihn seit zwei Wochen nicht gesehen und die Polizei benachrichtigt. Der Mann starb an Auskühlung in seinem unbeheizten Haus, stellte ein Arzt fest. Dies war der achte Todesfall wegen Auskühlung in diesem Winter im Komitat. Im vorigen Winter waren dort insgesamt 14 Menschen durch die Kälte ums Leben gekommen.

„Népszabadság“ berichtete am Wochenende über ein älteres Ehepaar in Budapest, das in der unbeheizten Wohnung tagelang im Bett gelegen hatte. Auch die Decke konnte die beiden etwa 80-Jährigen nicht mehr vor der Kälte schützen. Der Mann versuchte seiner Frau noch zu helfen, er saß auf bei seiner Frau auf dem Bettrand, als Mitarbeiter der schnellen medizinischen Hilfe die beiden fanden. Die Frau starb als 51. Kälteopfer dieses Winters in Ungarn, schreibt das Blatt. Der Mann konnte noch gerettet werden. Weil die beiden die Kosten nicht mehr aufbringen konnten, erhielten sie der Zeitung zufolge beinahe keinerlei Dienstleistungen mehr.