Ungarns größtes Sonnenkraftwerk in Paks übergeben

Nahezu 8.500 Haushalte, also etwa 20.000 Menschen können mit der Energie des neu errichteten Sonnenkraftwerks in der südungarischen Stadt Paks versorgt werden. Das Projekt wurde mit einem Gesamtbudget von 9 Milliarden Forint verwirklicht und Anfang März 2019 feierlich übergeben – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Das Kraftwerk wurde von der Firma MVM Csoport unter der Koordination der MVM Zöld Generáció GmbH auf einer Fläche von 51 Hektar unweit vom Kernkraftwerk mit einer Kapazität von 20,6 Megawatt erbaut. Das Objekt wurde mit der modernsten Technologie ausgestattet, beinhaltet insgesamt 74.000 Solarmodule und kann im Schnitt jährlich 22,2 GWh Elektrizität produzieren, gleichermaßen wie die ebenfalls von der Firma MVM Csoport errichtete und im August letzten Jahres übergebene Photovoltaikanlage in Felsőzsolca.

Péter Kaderják, Staatssekretär für Energieangelegenheiten und Klimapolitik des Ministeriums für Innovation und Technologie, wies bei der Eröffnungsfeier darauf hin, dass Paks nunmehr nicht nur das Zentrum der nuklearen, sondern auch der erneuerbaren Energiequellen des Landes geworden ist. „65% des Gesamtbudgets wurden aus eigenen Ressourcen finanziert, die restlichen 35% wurden mit Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen des Operativen Programms für Umwelt und Energieeffizienz aufgebracht.“



Péter Szabó, Bürgermeister von Paks, betonte, dass seine Stadt jeder sinnvollen Energiealternative, die von Nutzen für die Zukunft und für die Entwicklung des Landes ist, offen gegenübertritt. Deshalb konnte in der Nachbarschaft des Kernkraftwerks das Sonnenkraftwerk entstehen. „Die zwei Energiequellen können effizient und leistungsstark koexistieren“, so Szabó. Die Investition bedeutet einen wichtigen Schritt für das Land im Bereich der erneuerbaren Energien. Dank der Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks könnte der CO2-Ausstoß des Landes jährlich um 22.000 Tonnen gesenkt werden. Das ist etwa so viel, wie der durchschnittliche Schadstoffausstoß von 10.000 PKW pro Jahr – ergänzte der Bürgermeister.

György Kóbor, Generaldirektor der Ungarischen Elektrizitätswerke GmbH (MVM Magyar Villamos Művek Zrt.), informierte, dass in der nächsten Zeit landesweit im Rahmen von 7 Großprojekten insgesamt 110 Sonnenkraftwerke mit Hilfe von EU-Fördergeldern errichtet werden.

Digital Abonnement der Balaton Zeitung