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Kommunen in Ungarn führen Gebühren für Müll ein

Was bislang großzügig von vielen Kommunen in Ungarn bezahlt wurde, sollen von jetzt an die Bürger selbst begleichen: Mehr und mehr Städte und Gemeinden führen aufgrund knapper Kassen Gebühren für die Müllabfuhr ein. So wird der Badeort Harkány in der Baranya voraussichtlich ab 1. Februar nach der Zahl der Familienmitglieder gestaffelt für die Entsorgung der Abfälle kassieren. Wer allein lebt, soll 450 Forint (etwa 1,55 Euro) monatlich zahlen, sagte Bürgermeister István Bédy der Zeitung „Dunántúli Napló“. Für zwei Personen werden 850, für drei 1200 Forint fällig. Für Großfamilien sind Preisnachlässe vorgesehen. Im vorigen Jahr hatte die Stadt rund 20 Millionen Forint für die Dienstleistung ausgegeben.

In Pécsvárad soll die Leerung einer Mülltonne mit 110 Liter Inhalt 182 Forint kosten, was jährlich 9000 Forint je Haushalt ausmacht. Auch andere Orte verlangen künftig Geld für die Entsorgung. Die Stadt Villány wie einige andere Kommunen bestreitet die Kosten für die Müllabfuhr in diesem Jahr noch aus der Kommunalsteuer. Daher bleibt jedoch kaum Geld für die Unterhaltung von Straßen und Plätzen übrig.