Ungarn: Einzelhandelsumsätze im Juni um 4,3% gestiegen

Die Einzelhandelsumsätze in Ungarn stiegen im Juni um 4,3% gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres und beschleunigten sich damit von einem Anstieg von 3% im Mai, wie die vom Statistischen Zentralamt (KSH) am Freitag veröffentlichten Daten zeigen – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Kalenderbereinigte Daten zeigen, dass die Einzelhandelsumsätze im Juni um 5,2% gestiegen sind. Der bereinigte Food-Umsatz stieg um 2,1%, während der Non-Food-Umsatz um 8,7% wuchs. Der Kraftstoffabsatz stieg um 7,4% im Vergleich zum Vorjahr. Im Januar-Juni-Kalender stiegen die Einzelhandelsumsätze bereinigt um 5,7% zum Vorjahr, während die unbereinigten Umsätze um 5,6% stiegen. Der bereinigte Food-Umsatz stieg um 2,9% und der Non-Food-Umsatz um 8,5%. Der Kraftstoffabsatz stieg um 7,9%.

Die Reallohnerhöhungen halten die Einzelhandelsumsätze in Schwung, aber da mehr Einkommen für Dienstleistungen, Investitionen und Spareinlagen ausgegeben wird, ist ein Rückgang der Einzelhandelsumsätze möglich, sagten Finanzanalysten gegenüber MTI nach der Veröffentlichung der Daten.



Péter Virovácz von der ING Bank sagte, dass die Einzelhandelsdaten aus dem zweiten Quartal und Umfragen auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bis ins dritte Quartal hindeuteten. Er sagte, dass die Einzelhandelsumsätze im Laufe des Jahres voraussichtlich um etwa 5% steigen werden, während das Wirtschaftswachstum von 4,9% im Vorjahr auf 4,5% nachlassen wird.

György Vámos, der Vorsitzende der Nationalen Einzelhandelsvereinigung, sagte, dass die Verlangsamung des Wachstums der Einzelhandelsumsätze auf Anpassungen der Ausgabenprioritäten zurückzuführen sei, da viele Haushalte beginnen zu sparen, ihren Bedarf zu bewerten und verschiedene Kreditmöglichkeiten und Staatsanleihen zu beobachten.

András Horváth von der Takarékbank sagte, dass der Reallohnanstieg in diesem Jahr voraussichtlich über 6,5% liegen wird, so dass sich das lebhafte Wachstum der Einzelhandelsumsätze fortsetzen könnte. Dennoch sei ein Wachstum von 5,5% statt der 6,5% des Vorjahres in Sicht, fügte er hinzu.

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