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Trophäen aus fünf Kontinenten

Das Helikon Schlossmuseum präsentiert neue Ausstellungen

Investitionen in Höhe von einer Milliarde Forint werden im Schlossmuseum Helikon in Keszthely in Angriff genommen. Nach Aussage der Museumsleitung können den Besuchern durch die neuen Ausstellungen und Sehenswürdigkeiten ganztägige Programme angeboten werden.

In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Besucher des Helikon Schlossmuseums kontinuierlich an: In diesem Jahr kamen bisher mehr als zweihunderttausend Gäste, die das Barockgebäude und die darin gezeigten Ausstellungen anschauen wollten. László Czoma, der Museumsdirektor, ist trotz alledem der Meinung, dass man keinen Augenblick innehalten darf und immer in die Erhaltung und Erweiterung des Schlosses investieren muss. Wie er sagte, sind neue Ausstellungen und Attraktionen nötig, damit die Zahl der Besucher auch in den kommenden Jahren ansteigt. Gerade deshalb habe man die Realisierung mehrerer großer Vorhaben in Angriff genommen. László Czoma hofft, dass das Schlossmuseum nach der Beendigung der Arbeiten den Besuchern Ganztagsprogramme anbieten kann.

Ein wichtiges Element der Investitionen ist die Rekonstruktion des historischen Schlossparks. Das Festetics-Schloss ist von einem 35 Hektar großen Park umgeben, doch die Besucher können bisher nur ein Drittel davon betreten. Den verbleibenden Teil erhielt das Schloss erst vor einigen Jahren in einem verwahrlosten Zustand von der Armee zurück. Von dem zurückerhaltenen Gelände werden in einer ersten Phase 4 Hektar rekonstruiert, wo mehrere Kasernen standen. Der Schutt wurde schon beseitigt und der Boden gesäubert, mit den Erdarbeiten konnte jetzt das Anlegen des Parks beginnen. Daneben wird auch ein einstiges Armeegebäude erneuert und umgestaltet. In dem dreigeschossigen Gebäude wird auf 2000 Quadratmetern die Ausstellung Trophäen aus fünf Kontinenten untergebracht, die zu einem der größten Jagdmuseen Europas wird. Hier werden unter anderem mit den herausragenden Stücke aus der Trophäensammlung von Béla Hídvégi und Ferenc József Windischgrätz fast 200 Tierarten vorgestellt. In dem Gebäude ist auch eine Modellbahnausstellung vorgesehen. Mit Hilfe von originalgetreuen Modellen wird unter anderem die erste Eisenbahn des Landes, die zwischen Pest und Vác verkehrte, gezeigt.

Außer der Parkrekonstruktion und der Vorbereitung der neuen Ausstellungen wird auch schon der botanische Garten angelegt. Außerdem wird ein 5000 Liter fassendes Aquarium eine Attraktion des Schlosses, in dem die im Balaton beheimateten Fische ausgesetzt werden.

László Czoma sagte auf Nachfrage, dass die Investitionen insgesamt mehr als 900 Millionen Forint kosten. 70 Prozent dieser Summe werden durch Fördermittel der EU gedeckt, den verbleibenden Teil wird die Regierung und – da das Schloss im Besitz des Staates ist – die Vermögensdirektion der Schatzkammer beisteuern. Wie zu erfahren war, werden das Arboretum, das Aquarium, die Jagd- und Modellbahnausstellung ab Sommer nächsten Jahres zu besichtigen sein.

Zwischenzeitlich wurden auch die Ansichtszeichnungen der Rekonstruktion der 10 Kilometer entfernt liegenden und zum Schlossmuseum Helikon gehörenden Fenékpusztaer Meierei angefertigt. Bei diesem Projekt, das laut Plan 2009 fertiggestellt wird, werden das kleine Schloss erneuert, eine moderne Reithalle geschaffen und die Ruinen aus der Römerzeit für die Touristen freigelegt.