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Krise in Ungarn verschärft sich

Die tiefe Wirtschaftskrise in Ungarn hat sich in den ersten beiden Monaten dieses Jahres weiter verschärft. Die Industrieproduktion sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 26, die Bauindustrie schrumpfte um 11 Prozent, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Dienstag.

Beim Außenhandelsumsatz musste das Land einen Absturz von 30 Prozent hinnehmen. Zugleich ging die Beschäftigtenzahl im Durchschnitt Dezember-Februar um 1,7 Prozent zurück, während die Zahl der Arbeitslosen um 12,2 Prozent wuchs und die Arbeitslosenquote 9,1 Prozent erreichte.

„Im Januar und Februar 2009 setzten sich die zum Jahresende entstandenen Tendenzen fort und vertieften sich, die grundsätzlich von der Dekonjunktur auf dem Weltmarkt im vorigen Jahr bestimmt wurden“, stellt das Amt in seinem Bericht fest.

Die ungarische Volkswirtschaft werde einesteils vom großen Räckgang der Außennachfrage stark belastet. Die negativen Prozesse würden vom Rückgang der Binnennachfrage, der Einschränkung der Möglichkeiten auf dem Finanzmarkt und der Wirkung des hohen Zinsniveaus auf die Realwirtschaft weiter verstärkt.