Balaton: Geschäfte öffnen wieder – Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

Ab 4. Mai 2020 gibt es in Ungarn außerhalb von Budapest und außerhalb des Komitates Pest einige Lockerungen bei den restriktiven Maßnahmen in der Coronavirus-Krise.



Allen voran wird das strenge Ausgehverbot vom 27. März aufgehoben. Geschäfte, Strandbäder, Freilichtmuseen, Tiergärten u.ä. dürfen wieder öffnen. Ab Montag ist es zulässig, sich in Gartenlokalen oder auf der Terrasse gastronomischer Einrichtungen – Restaurants, Cafés, Eisdielen, Imbissständen – aufzuhalten, die bestellten Speisen und Getränke dort zu sich zu nehmen. In den Gasträumen der gastronomischen Einrichtungen darf sich außer den Mitarbeitern jedoch niemand aufhalten.

Die Menschen sind weiterhin verpflichtet, den sozialen Kontakt zu anderen, nicht im eigenen Hausstand lebenden Personen auf ein Minimum zu beschränken und einen Schutzabstand von mindestens 1,5 Metern zueinander einzuhalten.

Es gilt weiterhin, dass täglich zwischen 9 und 12 Uhr Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken und andere medizinische Geschäfte nur von Personen ab 65 Jahren betreten werden dürfen. Für Obst- und Gemüsemärkte gelten die kommunalen Vorschriften, die davon abweichen können. In dieser zweiten Phase im Kampf gegen das Coronavirus gilt nicht mehr nur in Lebensmittelgeschäften, sondern auch in sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln neben dem Einhalten des Schutzabstandes die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase. Idealerweise sind das Atemmasken oder aber ein Tuch, bzw. Schal.

Die Bahngesellschaft MÁV startet wieder täglich etwa 3.100 Züge mit einer Auslastung von 30% und sorgt so dafür, dass die Fahrgäste während ihrer Fahrt den erforderlichen Schutzabstand einhalten können, heißt es in einer Ankündigung von MÁV. Ab 4. Mai haben auch Fahrkartenkontrolleure und Zugführer verpflichtend Atemmasken zu tragen, die Bahngesellschaft stellte ihren Mitarbeitern bisher mehr als 800.000 Masken zur Verfügung.

Alle Züge – mehr als 1.200 Waggons – werden täglich desinfiziert, die Bahnhöfe mit antiviralen Reinigungsmitteln gereinigt. Fahrgäste haben an den stark frequentierten Bahnhöfen die Möglichkeit zur Desinfektion ihrer Hände.