Orbán: Ausgangssperre in Budapest aufgehoben

Die Regierung hebt die wegen der neuartigen Coronavirus-Epidemie in Budapest verhängten Ausgangssperren ebenfalls auf, mit Maßnahmen in der Hauptstadt, um dem Rest des Landes mit zweiwöchiger Verzögerung zu folgen, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán in einer Videobotschaft, die am Samstag auf Facebook gepostet wurde – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Diskussionen auf Expertenebene haben deutlich gemacht, dass „wir das Virus auch in Budapest eingedämmt haben, so dass wir – wenn auch vorsichtig und behutsam – auch hier zur zweiten Phase der Verteidigung übergehen können“, sagte er. Verantwortungsvolles Verhalten und soziale Distanzierung seien in der Hauptstadt besonders wichtig, sagte er. Orbán forderte die Bürgermeister auf, das Risiko nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und den Pflegeheimen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

„Am 66. Tag nach der Ausrufung des Ausnahmezustands“, so Orbán, „kann ich Ihnen die gute Nachricht überbringen, dass wir die erste Schlacht gewonnen haben, die Schlacht um die Eindämmung des Virus. Dies ist nicht mehr nur eine Hoffnung, ein Wunsch oder eine Selbstaufmunterung, sondern eine Tatsache.

Orbán sagte, die Zahl derer, die sich mit dem Virus infiziert haben, sei gering, und auch die Zahl der neuen Fälle zeige einen günstigen Trend. „Es ist uns gelungen, weil wir alle Entscheidungen rechtzeitig getroffen haben, und weil – das möchte ich besonders betonen – alle, die Menschen auf dem Land, die Budapester, die Alleinstehenden, die Familien, die Alten und die Jungen, wir alle haben uns verantwortungsvoll verhalten; dafür möchte ich mich bedanken! sagte Orbán.