Moody’s: Finanzdisziplin unterstützt Ungarns Rating

Ungarns diversifizierte Wirtschaft und eine disziplinierte Finanzpolitik unterstützen das „Baa3“-Kreditrating des Landes mit stabilem Ausblick, so die Rating-Agentur Moody’s in einem Jahresbericht – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



„Ungarns Kreditprofil wird unterstützt durch eine diversifizierte Wirtschaft, die eng in die europäischen Versorgungsketten integriert ist, durch eine Finanzpolitik, die das Haushaltsdefizit in den letzten Jahren unter der Maastricht-Schwelle gehalten hat, und durch sein Engagement für eine allmähliche Haushaltskonsolidierung und Schuldenreduzierung„, sagte Moody’s. Moody’s geht davon aus, dass die ungarische Wirtschaft aufgrund der Coronavirus-Krise im Jahr 2020 um 4,8% schrumpfen wird, sieht aber bereits in der zweiten Jahreshälfte eine Erholung einsetzen und schätzt das BIP-Wachstum für 2021 auf 4,0%.

Der Autor des Berichts, Moody’s VP und Senior Credit Officer Steffen Dyck, sagte, die Krise werde dazu führen, dass die Staatsverschuldung Ungarns im Verhältnis zum BIP von 66,3% Ende 2019 auf 73,6% im Jahr 2020 steigen werde, fügte aber hinzu, dass eine „signifikante und nachhaltige“ Verringerung der externen Schwachstellen Ungarns das Land besser in die Lage versetzt habe, externen Schocks zu widerstehen.