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Europas „Las Vegas“ entsteht bei Bratislava

Unmittelbar hinter der ungarischen Grenze wollen Großinvestoren aus Ungarn für 1,5 Milliarden Euro das bedeutendste Vergnügungs-, Handels- und Konferenzzentrum Europas errichten. Das Projekt „Metropolis“, das am Rande von Bratislava entstehen soll, wurde am Dienstag auf der Homepage von TriGranit bekannt gegeben, einer der größten Europäischen Grundstücks-Investment und -Verwaltungsgesellschaften mit Sitz in Budapest. Das Unternehmen betrachtet schon seit langem die Slowakei als Flaggschiff seiner Tätigkeit.

Auf einer Fläche von mehr als 1,2 Millionen Quadratmetern finden die Besucher unter anderem Einkaufszentren, einen Aqua-Park, Golfplatz, Hotels, Casinos, Kultur- und Kongresssäle. Das 30 Hektar große Gelände für das europäische Las Vegas, wie das Vorhaben von ungarischen Medien genannt wird, liegt im Bereich der Autobahnen, die Wien, Bratislava, Budapest und Prag verbinden. Im Bereich von 220 Kilometer Entfernung gibt es vier Flughäfen mit 40 Millionen Fluggästen im Jahr. Das Projekt werde zum neuen Reiseziel der Region, das Tourismus-Einnahmen und die Besucherzahlen der Slowakei bedeutend erhöhe, hieß es in der Mitteilung.

Nach Ansicht der Zeitung „Népszabadság“ bedeuten das Vegas-Projekt von TriGranit wahrscheinlich einen großen Schlag gegen die Pläne Ungarns, ein Vergnügungszentrum im Land zu bauen. So nahe beieinander könnten wohl zwei Vorhaben, die grundsätzlich von ausländischen Touristen mit Geld abhängen, nicht existieren.