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2009: weniger Verkehrsunfälle in Ungarn

Ungarns Straßen sind im vergangenen Jahr sicherer geworden. Praktisch zeigen alle Daten über die entscheidenden Gebiete der Unfallentwicklung von den tödlichen Unfällen bis hin zum Fahren unter Alkohol eine günstige Tendenz, heißt es. Dabei ging die Zahl der Unfälle mit Verletzten um 7,12 Prozent (19174 – 17808) im Vergleich zum Jahr 2008 zurück. Die Zahl der Unfälle mit Toten sank um 16,07 (890 – 747), die mit Schwerverletzten um 10,24 (6170 – 5538 und die mit Leichtverletzten um 4,88 Prozent (12114 – 11523). Es gab 817 Tote im Straßenverkehr, 17,97 Prozent weniger als im Jahr davor (996).

Die günstige Entwicklung zeigt sich auch bei der Entwicklung des Fahrens unter Alkohol. Das Zusammenspiel von Anwendung des Prinzips „Null Toleranz“, Änderungen der Gesetze und Straßenkontrollen zeigten eine günstige Wirkung. Trunkenheit am Steuer verursachte 8,42 Prozent weniger Unfälle (2342 – 2149). Nach dem Prinzip „Null Toleranz“ wurden 15840 Führerscheine an Ort und Stelle eingezogen.

Bei den Gründen für Unfälle gab es im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen. Häufigste Unfallursache war 2009 überhöhte Geschwindigkeit (27 Prozent), gefolgt von Nichtbeachtung der Vorfahrt (24 Prozent) und Fehlverhalten in Kurven (14 Prozent). Auch bei den Verursachern gab es keine wesentlichen Veränderungen. In 94 Prozent der Fälle waren die Fahrer die Verursacher, darunter zu 63 Prozent Pkw-Fahrer, zu 19 Prozent Fahrer von Zweirädern (Motorräder, Zweirädern mit Hilfsmotor und Fahrräder), zu 9 Prozent Fahrer von Lkw, 1 Prozent von Bussen sowie zwei Prozent von anderen Fahrzeugen.

Die erfolgreiche Entwicklung des Vorjahres habe sich fortgesetzt. „Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre zeigen, dass auf dem Gebiet des Straßenverkehrs um jedes noch so kleine Ergebnis gekämpft werden muss“, stellt der Bericht fest. „Eben deshalb darf die Tätigkeit der Polizei bei der Verkehrssicherheit für keinen Augenblick schlummern.“ Besonders eindrucksvoll: Im Vergleich zum Jahr 2001, als die Regierung ihre verkehrspolitischen Ziele formulierte, gab es im vorigen Jahr 34,06 Prozent (422) weniger Tote.