Szijjártó: Huawei wird Zentrum für Forschung und Entwicklung in Budapest errichten

Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei ist dabei, ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Budapest einzurichten, sagte Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die Investition, die Arbeitsplätze für mindestens 100 ungarische Ingenieure schaffen wird, sei die dritte von Huawei in Ungarn, sagte er. Szijjártó sagte, die Zusammenarbeit zwischen Ungarn und China sei besser denn je. Die Investition stelle einen Meilenstein in Ungarns Strategie der Öffnung nach Osten dar, fügte er hinzu. Das neue Zentrum wird sich auf künstliche Intelligenz, Streaming, Bildverarbeitung, Signalübertragungstechnologien und extrem große Verteilungssysteme konzentrieren, sagte er. Das Entwicklungsprojekt werde dem Land die Möglichkeit geben, den Ruf der ungarischen Ingenieurskunst weiter zu stärken, fügte er hinzu.

Szijjártó wies darauf hin, dass Huawei das erste chinesische Unternehmen sei, mit dem Ungarn vor sieben Jahren eine strategische Zusammenarbeit unterzeichnet habe. Die Akteure auf dem ungarischen Telekommunikationsmarkt hätten sich im Laufe der Jahre in hohem Maße auf die Technologien des Unternehmens verlassen, fügte er hinzu. Das Logistikzentrum des Unternehmens in Ungarn sei das größte außerhalb Chinas, sagte er. Der Minister fügte hinzu, dass Huawei trotz der Pandemie eine bedeutende Investition in Ungarn angekündigt habe, und er dankte dem Unternehmen für seine Spenden zur Eindämmung der Pandemie.

Szijjártó sagte, dass die Strategie der Öffnung nach Osten zu einem Anstieg der ungarischen Exporte in den Osten um 22% innerhalb von zehn Jahren und zu einem Wachstum des Handels um 25% geführt habe. Im vergangenen Jahr stammten wertmäßig 60% der Investitionen in Ungarn aus dem Osten und 40% der neuen Arbeitsplätze waren an solche Unternehmen gebunden. Er sagte, eines der Hauptziele der Strategie sei die Entwicklung einer engen, pragmatischen, auf gegenseitigem Nutzen basierenden Zusammenarbeit mit China. In den letzten zehn Jahren seien chinesische Investitionen im Wert von 5 Milliarden US-Dollar in Ungarn getätigt worden, und chinesische Unternehmen beschäftigten 15.000 Ungarn, fügte er hinzu.

Szijjártó sagte, es sei leicht zu verstehen, warum Ungarn als erstes EU-Land der Belt and Road-Initiative beigetreten sei. Im vergangenen Jahr sei China Ungarns zehntwichtigster Handelspartner gewesen, fügte er hinzu.