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Tierquäler in Ungarn verurteilt – Neuer Fall von Tierquälerei

Zwei Männer sind am Montag vom Stadtgericht in Nagykanizsa (Komitat Zala) wegen Tierquälerei zu jeweils einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Die Strafe wurde für eine Bewährungszeit von drei Jahren ausgesetzt. Während des Verfahrens hatte die Richterin die Tat von einem Vergehen in eine Straftat umgewertet, erfuhr die „Balaton Zeitung“ von einem Sprecher des Bezirksgerichts Zala. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die Tat selbst hatte sich im Februar dieses Jahres in der Ortschaft Zalaszabár etwa 20 Kilometer südwestlich vom Balaton zugetragen. Familienmitglieder der Verurteilten banden einen Hund mit einem Strick im Hof an. Da das Tier daraufhin den ganzen Tag bellte, schlug ihn einer der beiden Täter mit einem Knüppel. Danach legten beide Täter den verletzten Hund vor dem Zaun des gegenüber liegenden Wohnhauses ab. Der Nachbar brachte den Vierbeiner am folgenden Tag zum Tierarzt, der unter anderem Schädel- und Rippenbrüche feststellte und es wegen der schweren Verletzungen einschläferte.

Unterdessen berichtet die Hundehilfe Nordbalaton über einen neuen Fall von Tierquälerei in der Gemeinde Csopak etwa 3,5 Kilometer östlich von Balatonfüred. Hundehilfe-Chefin Inga Wagner fand das schwer verletzte Tier nach einem anonymen Telefonanruf am Straßenrand und brachte es zum Tierarzt. Der musste unter Narkose eine tiefe Wunde am Kopf behandeln, die durch Abszesse an den Zähnen verursacht wurde. Zunächst waren Stockschläge als Ursache angenommen worden. Nach der Genesung sucht das Tier, das inzwischen auf den Namen Fuchur hört, liebevolle neue Besitzer.