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Weihnachten – Ratgeber Garten – Dezember 2010

Christrosen zur Weihnachtszeit, Weihnachtsbäume, Winterschutz, Gemüse, Gärtnern mit dem Mond im Dezember uvm.

Christrosen zur Weihnachtszeit

Eigentlich dürften sie, rein jahreszeitlich, überhaupt noch nicht blühen. Trotzdem werden Christrosen kurz vor Weihnachten mit einem mehr oder weniger dürftigen Blattkleid in voller Blüte in Blumengeschäften und Gartencentern angeboten. Hierbei handelt es sich um Pflanzen, die aus der Treiberei stammen. Mit gärtnerischem Geschick und einem hohen Arbeitsaufwand werden vor allem in Holland tausende von Helleborus-Pflanzen dazu gebracht, kurz vor Weihnachten, also zu einem weit vorgezogenen Termin, zu blühen.

Um die Helleborus ranken sich einige Legenden, die bis in die griechische Mythologie reichen. Der Begriff Christrose ist entstanden, weil sie witterungsbedingt gelegentlich in der Vor- bzw. Nachweihnachtszeit zu blühen beginnt. Kaltes Wetter bis hin zu schwachen Frösten können der Art Helleborus nigra und deren Hybriden nichts anhaben.

Die Pflanze ist auch unter dem Begriff Nieswurz bekannt. In vergangenen Zeiten wurde aus den schwarzen Wurzeln der Pflanze ein recht zweifelhaftes Genussmittel gewonnen, das man als „Schneeberger Schnupftabak“ bezeichnete. Schon lange davor war man sich der Giftigkeit dieser Pflanze voll bewusst und setzte sie schon im Mittelalter quasi als chemische Waffe ein, indem man Wasser damit vergiftete und dies belagernden Feinden zum Trinken reichte.

Doch zurück zum Ausgangspunkt. Wer vorgetriebene Christrosen zur Weihnachtszeit erstanden hat, muss sie kühl und hell aufbewahren. Auch vertragen die Pflanzen es nicht, wenn sie unvermittelt nach der Blüte vom Wohnraum in den Garten gesetzt werden, denn die Pflanzen sind dann nicht ausreichend abgehärtet. Für die notwendige Umpflanzaktion sollte eine frostfreie Witterung abgewartet werden.

Weihnachtsbaum einpflanzen

Achten Sie beim Kauf des Weihnachtsbaumes darauf, dass er einen großen, festen Wurzelballen besitzt, der von einem Ballentuch umspannt ist. Pflanzen Sie den Baum samt Tuch in ein Gefäß und halten Sie den Ballen immer mäßig feucht. Nach den Feiertagen sollten Sie ihn dann bei frostfreiem Boden so rasch wie möglich in den Garten pflanzen.

Frühjahrsblühende Gehölze

Spät im Frühjahr blühende Gehölze wie Falscher Jasmin und Kolkwitzie können Sie jetzt etwas auslichten, indem Sie altes Holz herausschneiden. Verzichten Sie jedoch auf starke Schnittmaßnahmen. Der Feuerdorn verträgt sie dagegen sehr gut.

Hainbuchen als Sichtschutzhecke

Wenn Sie eine Sichtschutzhecke pflanzen möchten, können Sie neben immergrünen Gehölzen auch Hainbuchen dafür wählen. Rechnet man die Zeit der dürren Blätter dazu, ist die Hainbuche fast das ganze Jahr voll belaubt und bietet auch in den Wintermonaten effektiven Sicht- und Windschutz.

Frostempfindliche Gehölze

Vergessen Sie nicht, frostempfindliche Gehölze wie Sommerflieder an der Basis mit Laub anzuhäufeln, um sie vor starkem Frost zu schützen.

Gehölzpflege

Achten Sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen auf die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Gehölz leicht den Lebensnerv ab! Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden. Ideal sind Kokosstricke oder spezielle Bindegurte.

Winterschutz für empfindliche Pflanzen

Pflanzen aus wärmeren Regionen benötigen oft einen Winterschutz aus Koniferenzweigen, Stroh oder Laub, um den mitteleuropäischen Winter zu überdauern. Dabei sind die häufigsten Schadursachen Staunässe, Eiswinde und Kahlfröste. Achten Sie also schon beim Pflanzen auf gut durchlässigen Boden (eventuell Kiessand oder Schotter einarbeiten) und einen windgeschützten Standort. So kommt mancher Mittelmeerbewohner selbst in Norddeutschland am richtigen Standort auch ohne Winterschutz aus.

Inhaltsstoffe der Walnuss nutzen

An einem gemütlichen Winterabend darf ein Teller mit Walnüssen auf dem Tisch nicht fehlen. Wussten Sie, dass die Trennwände zwischen den Walnusskernen herzstärkend wirken? Für 1 Liter eines herstärkenden Tees benötigt man 2 gehäufte TL gemahlener Trennwände (am besten mit der Kaffeemühle zerkleinern) und 1 TL Pfefferminze oder Verbenenblätter als Aromaträger. Übrigens: Walnüsse enthalten auch große Mengen der vor Krebs schützenden Ellagsäure.

Pfropfreiser schneiden

Pfropfreiser von früh austreibenden Obstarten wie Süßkirschen müssen bereits im Dezember an frostfreien Tagen geschnitten werden. Achtung: Zum Veredeln eignen sich nur gut ausgereifte, einjährige, gesunde Triebe, am besten von der besonnten Seite der Baumkrone.

Beerensträucher vermehren

Bei offenem Wetter können von Himbeeren Wurzelschnittlinge gezogen werden. Dazu werden 10 cm lange Wurzelabschnitte mit den Knospen nach oben flach in ein Pflanzbeet mit lockerer Erde gelegt und vollständig, aber dünn mit Boden abgedeckt. Brombeeren oder Weinbeeren vermehren Sie einfach, indem Sie die Enden langer Ruten mit Erde bedecken oder mit einem Stein beschweren. Bis zum Frühjahr haben die Triebe bereits Wurzeln geschlagen und können abgetrennt werden.

Holzasche als Dünger

Holzasche aus dem Kaminofen lässt sich als Dünger im Garten verwenden. Sie sollten nur bedenken, dass in der Asche kein Stickstoff enthalten ist, was durch zusätzliche Düngezugaben ausgeglichen werden muss. Speziell in Nadelholzasche ist der Kalkgehalt recht hoch, weshalb Moorbeetpflanzen wie Rhododendren nicht damit gedüngt werden sollten.

Holz- und Reisighaufen

Gehölzschnitt enthält ebenfalls Pflanzennährstoffe, die dem Kreislauf des Gartens nicht verloren gehen sollten. Deshalb bietet sich an, das Schnittgut zu häckseln oder zu Holzstapeln und Reisighaufen aufzuschichten. Asthaufen sollten jetzt nicht mehr bewegt werden, denn Igel, Blindschleichen, Kröten, Spitzmäuse, Gehäuseschnecken und Insekten haben sich bereits in die Winterruhe begeben.

Gartenarbeit fürs Frühjahr

Nutzen Sie den Winter, um die Gartenarbeit fürs kommende Frühjahr vorzubereiten. Jetzt können Sie beispielweise in Ruhe die neuen Kataloge der Saatgutfirmen wälzen und die gewünschten Arten und Sorten auswählen. Bevorzugen Sie dabei möglichst Sorten, die als weitgehend resistent oder tolerant gegenüber Krankheiten deklariert werden.

Überwinterung von Zierpflanzen

Überwinterte Zierpflanzen (z. B. Kübelpflanzen, Dahlienknollen, Zwiebeln) sollten während der Wintermonate öfter auf ihren gesundheitlichen hin Zustand überprüft werden. Zu beachten ist, dass das Substrat (Sand, Stroh oder loser Torf), in das die Pflanzenteile eingebettet wurden, nie vollständig trocken fallen darf. Das Medium darf aber auch auf keinen Fall zu feucht sein, um die Gefahr eines Pilzbefalls auszuschließen.

Gemüsesaatgut

Achten Sie beim Kauf von Gemüsesaatgut auf die Auswahl resistenter Sorten. Bei älterem Saatgut können Sie vor Verwendung eine Keimprobe auf feuchtem Fließpapier durchführen. Faustregel: Die Keimfähigkeit sollte zwischen 80 und 90 Prozent liegen, ansonsten muss entsprechend dichter gesät werden.

Gemüse-Sprossen aus der Keimschale

Gemüsesprossen enthalten gegenüber erntereifem Gemüse ein Vielfaches an wertvollen Inhaltsstoffen. Besorgen Sie sich im Fachhandel eine Keimschale, dann können Sie Salate, Suppen und Gemüsegerichte mit würzig-pikanten, selbst gezogenen Sprossen verfeinern.

Gemüseernte

Geerntet werden können bei offenem Boden immer noch Meerrettich, Petersilienwurzeln und Sellerie sowie die seltenen Wurzelgemüse Zuckerwurzeln und Pastinaken. Auch andere Wintergemüse wie Feldsalat, Wirsing, Porree, Grünkohl und Spinat werden jetzt geerntet.

Markttage

Bis 19.12.2010 sind wir mit unseren Produkten jeden Sonntag auf dem Ökomarkt in Káptalantóti von 8 bis 14 Uhr vertreten. Ganzjährig betreiben wir jeden Samstag auf dem Markt in Szombathely einen Stand mit unseren Produkten unter dem Logo Paradicsomkert Almásháza. Vom 3.12.2010 bis 5.12.2010 sind wir auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt in Balatongyörök. Hier verpacken wir Ihnen die gekauften Produkte auf Wunsch auch als Geschenk.

Gärtnern nach dem Mond im Dezember

Fruchttage: 7, 8, 16, 17, 18, 25, 26. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 1, 2, 9, 10, 19, 20, 27, 28, 29. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 3, 4, 11, 12, 21, 22, 30. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 5, 6, 13, 14, 15, 23, 24. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Stammtisch in Kehida

Jeden Donnerstag ab 19.00 Uhr findet in Kehida, gegenüber des Thermalbades, im gemütlichen Restaurant „ Mediterran Ételbàr“ der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde statt. Walter Schneider wird im Dezember 2010 nicht anwesend sein. Wie jedes Jahr wird er im Dezember wieder als Gästeführer auf Gut Aiderbichl in Henndorf bei Salzburg tätig sein. Der Stammtisch findet in dieser Zeit ohne mich statt. Der Stammtisch ist unverbindlich und die Küche vorzüglich.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist im Dezember geschlossen. Die Markttage werden durch unsere Mitarbeiterin Nadine betreut.

Natürlich steht Ihnen Öko-Gärtner Walter Schneider für alle Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de