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Mercedes-Fabrik in Ungarn wächst plangemäß

Der Bau der Mercedes-Fabrik im ungarischen Kecskemét geht nach den Worten des Geschäftsführers der Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft., Frank Klein, planmäßig voran. In der zurückliegenden Woche wurden die Arbeiten an dem Verbindungsgleis zur Bahnlinie Cegléd-Szeged in Angriff genommen. „Die entsprechende Infrastruktur ist unerlässliches Element des Projektes“, sagte Klein. So habe Anfang März auch schon der Bau von Kreisverkehren an den Straßen 54 und 5 begonnen, die an der Fabrik vorbeiführen. Die Bahnverbindung sei nunmehr ein wichtiger Meilenstein bei der Gestaltung der Logistik.

Auf dem Betriebsgelände geht unterdessen die technische Ausstattung der Fertigungshallen voran, die in den nächsten drei Monaten abgeschlossen wird. Nach Übernahme der Anlagen beginne im September der Probebetrieb, fügte Klein hinzu. Die ersten Wagen für den Verkauf sollen dann im ersten Quartal 2012 vom Band laufen.

Mercedes-Benz bringt mit seinem Werk in Kecskemét bedeutende Vorteile für die gesamte ungarische Wirtschaft. Zu einem großen Teil wurde die Fabrik von ungarischen Unternehmen gebaut. Mehr als 80 Prozent der Bauaufträge erhielten ungarische Firmen. Zulieferungsaufträge im Wert von mehreren 100 Millionen Euro für die künftige Autoproduktion gingen ebenfalls an 18 in Ungarn tätige Firmen. Fünf Logistikfirmen werden für die Bewegung der Teile auf dem Werksgelände zuständig sein.

Auch die Anwerbung von Arbeitskräften läuft nach Angaben von Mercedes-Benz auf Hochtouren. In diesem Jahr verdreifacht sich das Personal der Fabrik, so dass die Zahl von 700 Ende 2010 auf mehr als 2000 zum Ende dieses Jahres wächst. In erster Linie werden jetzt Mitarbeiter für die Fertigung aus der Region gesucht.

Schon jetzt ist die Fabrik am Mercedes-Stern von weitem klar zu erkennen, der in diesem Jahr zum 125. Jubiläum an seinen Platz kam. In der Fabrik, die eine Investition von 800 Millionen Euro bedeutet, werden künftig Kompaktwagen der Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse hergestellt.