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Hohe Krebssterblichkeit in Ungarn

In Ungarn ist die Wahrscheinlichkeit des Krebstodes höher als in allen anderen europäischen Ländern. Das geht aus Medienberichten zum nationalen Tag gegen den Krebs am Sonntag (10.4.) hervor. Selbst in der Ukraine und Russland seien die Daten günstiger als in Ungarn, heißt es. Nach Berechnungen der Weltgesundheits-Organisation (WHO) sterben in Ungarn 458 von 100 000 Menschen an einem Tumor, während es in der Ukraine und Russland 347 sind.

Die schlechten Zahlen sind nach Aussage der Präsidentin des Landesverbandes der Krebskranken, Mária Bodor, in mangelhafter Aufklärung und Vorbeugung zu suchen. So sei die Möglichkeit einer Krebserkrankung bei übergewichtigen Frauen, die 35 Prozent mehr als Idealgewichtige wiegen, 50 Prozent höher, an Gebärmutterhalskrebs, Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Übergewichtige Männer hätten ein 40 Prozent höheres Risiko bei Dickdarm- oder Prostatakrebs als normalgewichtige. Zwischen 2002 und 2008 seien nur etwa die Hälfte der Frauen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren zur Brustkrebs-Vorsorge erschienen. In anderen Ländern liege das Verhältnis bei bis zu 80 Prozent.