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Umweltpolitiker fordert Schmiergeld von Audi – Korruptionsverdacht

Gegen den Vorsitzenden einer ungarischen Umweltschutz-Organisation könnte bald Anklage wegen Korruption des ungarischen Audi-Werkes erhoben werden. Nach einem Bericht des Nachrichtenzentrums MTI hatte dieser umgerechnet fast 70 000 Euro als Gegenleistung dafür verlangt, dass seine Organisation ihre gerichtliche Klage gegen den Ausbau der Audi-Fabrik in Győr zurückzieht. Die Nationale Ermittlungsbehörde, die für die Aufklärung besonders schwerwiegender Straftaten zuständig ist, schloss inzwischen ihre Ermittlungen ab und schlug der Staatsanwaltschaft vor, gegen den Mann Anklage zu erheben. Bislang habe es in Ungarn noch keinen Fall von Korruption derartigen Umfangs gegeben, hieß es in dem Bericht.

Der Vorsitzende des Vereins Transdanubischer Umweltschützer (TTT), Ferenc Zsák, hatte zunächst die Umweltschutz-Genehmigung für den Ausbau der Audi-Fabrik gerichtlich angegriffen. Parallel dazu verhandelte er jedoch den Angaben zufolge mit Audi über eine „Subventionierung“ seiner Organisation. Den Geldbetrag wollte er in fünf Jahresbeträgen erhalten. Audi akzeptierte das Angebot zum Schein, erstattete jedoch Anzeige. Zsák selbst weist den Verdacht der Korruption von sich.