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Lagerfähigkeit und Keimkraft – Ratgeber Garten 12/2012

Zuckerhut, Sellerie, Kohl, Lauch, Salat, Schnittlauch, Sprossen, Schwarzwurzeln, Kompost- und Beetarbeit, Kleingewächshäuser günstig wärmen, Unkraut im Winter, Lagerfähigkeit und Keimkraft, Mondkalender im Dezember 2012 uvm.

Der Garten im Dezember

Zuckerhut – als Salat oder Gemüse lecker

Zuckerhut verträgt leichten Frost. Den Namen verdankt dieser leckere Herbstsalat seiner spitzen, tütenartigen Form, denn so wurde zu Kaisers Zeiten der Zucker gehandelt. Als Salat oder gedünstet wird das appetitanregende, leicht herb schmeckende Zichorien-gemüse sehr geschätzt. Die dicht gefüllten Köpfe sollen kühl gelagert werden, z.B. in einer Plastiktüte im Kühlschrank. So können nach Bedarf wie von einer Salami dünne Scheiben abgeschnitten werden. Der Rest kommt bis zum nächsten Mal ins Gemüsefach. So bleibt der Kopf als Vorrat monatelang haltbar.

Winterdauerbrenner Sellerie

Sellerieknollen sind als Würze und als gesundes Gemüse bekannt. Wer davon lange zehren möchte, schneidet Wurzeln, Blätter und Faulstellen ab und lagert die Knollen wie Kartoffeln trocken und möglichst kühl, aber frostfrei, lose in Kisten im Keller. Plastikbeutel sind ungeeignet, denn darin beginnen sie bald zu faulen. Im Kühlschrank halten Knollen und Teilstücke einige Wochen, wenn man sie in Zeitungspapier hüllt. Mit einem kleinen Trick können Sie einen Doppelnutzen erzielen: Frisches aromatisches Grün wächst aus 5–8 cm dicken Kopfstücken oder Knollen, wenn Sie die Schnittstellen antrocknen lassen und das Ganze in Blumentöpfe mit Erde setzen. Bald können Sie davon frisches Blattgrün ernten.

Jetzt noch Kohl, Lauch und Salat ernten

Immer noch gibt es frische Vitamine aus dem Gemüsegarten: Grünkohl, Rosenkohl und Lauch warten auf die Ernte. In frostfreien Perioden kommen Feldsalat und Pastinaken hinzu. Eingelagerte Endivien werden zuerst aufgebraucht, Chinakohl und Zuckerhutsalat sind länger haltbar. Chicoréewurzeln werden jetzt angegossen und treiben bei 16 °C im Dunkeln.

Jetzt Schnittlauch antreiben

Getopfte Schnittlauchballen kommen nun bei mäßiger Wärme ans helle Fenster.

Sprossen keimen auf der Fensterbank

Und für die ganz Ungeduldigen empfehlen sich jetzt am Küchenfenster Sprossenkulturen (z.B. Mungobohnen in drei bis vier Tagen) und Grün-Keimlinge (Kresse in sieben Tagen, Rucola-Keimlinge brauchen etwas länger).

Der Spargel des armen Mannes hat keine Eile

Schwarzwurzeln gehören zu den Delikatessen im Gemüsebeet. Bis zum Spätherbst sind unter den glänzend grünen lanzenähnlichen Blättern stattliche, bis zu 40 cm lange, braunschwarze Pfahlwurzeln herangewachsen. Mit der Ernte kann man sich jedoch Zeit lassen. Während die meisten Gemüse frostempfindlich sind, verträgt der „Winterspargel“, im Erdreich geschützt, auch tiefe Temperaturen. Sie können die Wurzeln daher stets frisch aus dem Boden holen, wenn der Boden offen ist. Bis April ist dafür Zeit. Später geht alle Kraft in die Blütenstände.

Was noch so zu erledigen ist

Vliese schützen

Das Ernten von frostbeständigem Gemüse wie Feldsalat, Spinat, Pastinaken, Porree, Grünkohl und Rosenkohl macht weiterhin Freude. Decken Sie diese Beete zum Schutz vor Wind und starken Frösten mit Vlies ab.

Kompost- und Beetarbeit für frostfreie Tage

Falls noch nicht geschehen, wird es Zeit, die Beete abzuräumen, umzugraben oder mit Mulch zu bedecken. Gute Gelegenheit, um den Kompost umzusetzen, bieten frostfreie Tage. Mit einer Plane abgedeckt schützt man ihn vor Vernässung. Graben Sie abgeerntete Frühbeete um oder lockern Sie den Boden gründlich und verbessern Sie ihn mit ausgereiftem Kompost für das kommende Frühjahr.

Kompost schützen

Wer seinen Kompost bereits umgesetzt hat, schützt ihn ebenfalls mit einer Plane vor zu viel Nässe durch Regen und Schnee.

Kleingewächshäuser günstig wärmen

Die kalten Monate sind für Gewächshausbesitzer besonders interessant. Es erfreuen Ernten von Tomaten bis Weihnachten, Mangold fast das ganze Jahr, frische Kohlrabi und Endivien bis in den Dezember hinein. Das ist sogar mit ein paar Tricks im ungeheizten Gewächshaus zu schaffen. Das Einhüllen des Gewächshauses in Noppenfolie erhöht die Temperatur im Innern um etwa 4°C. Dazu werden noch rechtzeitig vor dem Frost mit Silikontropfen spezielle Halterungen angeklebt. Nach dem Aushärten dienen Sie zum Befestigen der Noppenfolie. Schrauben Sie dann noch passende Kappen darauf, damit die Folie dicht schließt und nicht wegfliegt.

Für die Übergangszeiten im Spätherbst und Frühjahr haben sich auch mit Wasser gefüllte schwarze Beta-Solar-Schläuche bewährt. Tagsüber einfallende Sonnenwärme wird darin gespeichert und nachts an Pflanzen und Boden abgegeben.

Auch im Winter Unkraut jäten

Wenn die Tage am kürzesten sind, richtet sich der Blick bereits wieder aufs nächste Jahr: Jüngere Bestände an Feldsalat und Spinat für den Schnitt im Frühjahr erhalten eine Vliesdecke. In frostfreien Perioden Unkraut jäten, bevor es aussamt.

Lagerfähigkeit und Keimkraft

Bunte Saatgutkataloge mit Neuheiten stimmen schon auf das neue Gartenjahr ein. Doch bevor Sie einkaufen gehen, überprüfen Sie Ihre noch vorhandenen Saatgutbestände. Gemüse- und Blumensamen bleiben zwei bis vier Jahre keimfähig – je nach Art der Lagerung. Der schlechteste Platz zum Aufbewahren von Samentüten ist die winterliche Gartenlaube. In einem Schraubglas oder einer Dose, trocken und luftdicht verschlossen sowie kühl gelagert bei etwa 2–10 °C, ist die Aufbewahrung ideal. Auf unbenutzten Saattüten, die mit einer Keimschutzhülle versiegelt sind, steht das Datum der Keimgarantie, bis dann ist sichergestellt, dass die Samen noch keimfähig sind.

Je besser der Samen an einem schönen Tag oder in der geheizten Stube luftgetrocknet ist, bevor er in die Dose gelangt, desto langsamer altert er. Nicht gebrauchte Keimschutzpackungen bleiben versiegelt.

Wer möchte, kann mit der Überprüfung der Restbestände beginnen. Legen Sie in einen Suppenteller ein befeuchtetes Haushaltsvlies, zählen Sie darauf eine glatte Anzahl von Samen und decken Sie diese mit einem zweiten Teller ab.

Für Hülsenfrüchte hat sich eine Schicht feuchter Sand bewährt, in die man die Samen steckt. Nach acht bis 15 Tagen (je nach Art) kann man die Keimfähigkeit ermitteln. Günstig sind freudig keimende Samen, das deutet auf eine hohe Triebkraft hin, schwächliche werden den Leistungsdruck im Freien nicht überstehen.

Der Mondkalender im Dezember 2012

Fruchttage: 5, 6, 14, 15, 23, 24. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 7, 8, 9, 16, 17, 25, 26, 27. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 1,2, 10, 11, 18, 19, 28, 29. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 3, 4, 12, 13, 20, 21, 22, 30, 31. neutral. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Markttage

Jeden Sonntag sind wir mit unseren Produkten auf dem Ökomarkt in Káptalantóti von 8.00 bis 14.00 Uhr vertreten. Am Sonntag, den 30.12.2012 und Sonntag, den 06.01.2013 ist der Markt in Káptalantóti geschlossen.

Jeden Dienstag und Samstag in Heviz auf dem neuen Ökomarkt am großen Parkplatz von 8.00 bis 13.00 Uhr.

Neue Produkte im Dezember: Herzhaft gewürzter Tomatensaft aus 12 Sorten Tomaten und Lindenblütentinktur, sowie ein besonders schmackhafter Hustensirup aus den drei Grundstoffen Lindenblüte, Spitzwegerich und Fichtennadel welche sich bei Husten und Erkältung besonders bewährt haben.

Stammtisch in Kehida

Im Dezember findet der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde wieder regelmäßig donnerstags ab 19.00 Uhr im Restaurant Mediterran Etelbar in Kehida Kustany statt. Die Küche ist vorzüglich.

Es wird übrigens nicht nur über Garten und Natur gesprochen. Inzwischen ist dies ein themenoffener Stammtisch und die Wirtin ist auch gerne bei Behördenschreiben und ähnlichem dank Ihrer Erfahrung behilflich.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist 2012 nur nach telefonischer Vereinbarung unter 06-30-9142456 geöffnet.

Im Angebot sind naturbelassene Marmeladen aus Wild- und Kulturfrüchten, Frucht- und Gewürzessig auf Apfel- Kombucha Basis, Knoblauch- Ingwer-, Bärlauch-, und Rosskastanien Elixier, Holunder-, Spitzwegerich-, Fichtennadel-, und Löwenzahn-Sirup, Sanddorn-, Holunderbeer-, Hagebutten-, Schlehen- und Sauerkirsch Sirup ohne Zucker, mit Stevia gesüßt. Gelee und Säfte sowie weitere Gesundheits-Lebensmittel aus der Apotheke Gottes. Natürliche Pflanzen- Stärkungs und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ.

Die Lebensmittel können ohnehin auf den Märkten probiert und gekauft werden.

Die Pflanzen- Stärkungs und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ, Getrocknete Brennesseln, Schafgarbe und Schachtelhalm als Tee und als Pflanzenhilfsmittel, sowie das für Haustiere und Nützlinge ungiftige Ferramol zur Schneckenbekämpfung bringe ich gerne nach telefonischer Absprache zum jeweiligen Markt mit.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de