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Hochwasseralarm in weiten Teilen Ungarns

In den Fließgewässern des Landes besteht erhöhte Hochwassergefahr. An den Flüssen Bodrog, Ipoly, Kraszna, Tisza, Hármas-Körös, Rába, Takta, Zagyva und Zala wurde deshalb auf einer Gesamtlänge von mehr als 910 Kilometern die Alarmstufe I, an weiteren Abschnitten in einer Länge von rund 90 Kilometern die Alarmstufe II ausgelöst. Das teilte am Ostersonntag die Landesdirektion des Katastrophenschutzes mit. In siebzehn Gemeinden wurden Hochwasserschutzmaßnahmen eingeleitet.

Alarmstufe I. wird ausgelöst, wenn der festgelegte Richtwert des Wasserstandes am Richtpegel überschritten wird, die Flüsse beginnen auszuufern und auf Grund der Wetterlage oder Hochwasservorhersagen ein weiterer Anstieg zu erwarten ist. Bei Stufe II. ist bereits eine Überflutung von Grünland und Wäldern im Gange.

Große Probleme bereiten in zahlreichen Komitaten auch die abgeschmolzenen Wasser in Niederungen, in fünfunddreißig Gemeinden wurden bereits Schutzmaßnahmen eingeleitet. Mehr als 80.000 Hektar Flächen stehen landesweit gefährlich unter Wasser, so dass auch hier Wasserschutzalarm ausgelöst wurde. Der Katastrophenschutz ist ununterbrochen im Einsatz.

Ursachen für das Hochwasser dürften die in der letzten Woche einsetzende Schneeschmelze und die starken, anhaltenden Niederschläge der letzten Tage sein.