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Gefährlicher Radweg am Sió-Kanal

In Siófok rüsten Hotels und Restaurants trotz regnerischen Wetters zur Saison. Die quirlige, moderne Stadt erwartet auch in diesem Jahr mit vielen Festivals, Openair-Discos und Sportveranstaltungen viele junge Besucher und Aktivurlauber. Deshalb stellt sich bei vielen Dienstleistern die Frage, warum einige Abschnitte des Radweges noch immer nicht ausgebessert worden sind.

Der Radweg entlang des Sió-Kanals wurde bereits im Jahre 2010 nach heftigen Niederschlägen wegen Unfall- und Lebensgefahr teilweise gesperrt. Die Stützmauer an der Böschung zum Kanal war aufgeweicht worden und fiel zusammen. Auf dem Radweg bildeten sich tiefe Risse im Belag, die für Räder sehr gefährlich sind. Seitdem hoffen Biker, dass der schöne Weg repariert und endlich wieder freigegeben wird.

Die Freigabe der Wege scheiterte bisher an der Bürokratie und den Finanzen: die Stadt Siófok würde die Reparaturarbeiten auf dem Radweg ausführen, wartet jedoch darauf, dass die Wasserwirtschaftsdirektion Mittel-Transdanubien vorher den Hang zum Kanal stabilisiert. Bereits 2010 hatte der zuständige Staatssekretär verkündet, dass keine Gelder für die Wiederherstellung der Böschung und des Flussbettes zur Verfügung stehen. Er bezifferte die Kosten dafür auf etwa 120 Millionen Forint. Die Situation sei jetzt nicht anders, brachten die Stadtväter in Erfahrung.

Siófok hatte 2010 für die Wiederherstellung des Radweges Vis-Major-Gelder erhalten, die sie nicht nutzen kann, so lange die Wasserwirtschaft die Böschung nicht in Ordnung bringt. Die Stadt sucht nun nach einer vorübergehenden Lösung und erwägt, den Radweg einspurig wieder zu eröffnen.