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Staat übernahm Schulden von Ajka

Die Gemeinde Ajka hat im Komitat Veszprém nach der Komitatshauptstadt mit 7,6 Milliarden Forint die zweithöchsten Schulden angehäuft. Im Vergleich zur Bevölkerungszahl ist die Gemeinde damit die am meisten verschuldete Gemeinde des gesamten Komitates. Im Rahmen des Schuldenkonsolidierungsprogramms übernahm der Staat 2,3 Milliarden Forint.

Der Bürgermeister, Béla Schwartz, ist dennoch nicht zufrieden. Er hält es für eine politische Entscheidung, dass er als sozialistischer Bürgermeister nur eine 42-prozentige Konsolidierung erhielt, Bürgermeister, die der Regierungspartei angehören, aber Konsolidierungen von bis zu 70 Prozent. Außerdem sei bei der Feststellung des Steuerpotentials von Ajka die hohe Steuern zahlende Aluminiumhütte MAL einberechnet worden, obwohl die Firma wegen ihrer Probleme nach der Chemiekatastrophe im Jahre 2010 seitdem überhaupt keine Steuern mehr zahlt.

Der Vorsitzende der Abgeordnetenversammlung des Komitates, Jenő Lasztovicza, sagte dazu, dass die Regierung vollkommen korrekt gehandelt habe. Ajka könnte froh sein, von mehr als 2 Milliarden Ft Schulden befreit worden zu sein. Außerdem habe die Stadt seit 2007 über Ausschreibungen insgesamt 13 Milliarden Forint EU-Fördermittel für verschiedene Projekte erhalten und stehe damit viel besser da, als viele andere Kleinstädte.