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Sex gegen Bares – Zeugnisse für Prostituierte

Budapest – Ungarische Prostituierte können jetzt Zeugnisse über ihre Fortbildung erwerben. Zum Ende des Sommers wird der Interessenverband der Prostituierten in Ungarn nach einem Lehrgang für Unternehmer in Sachen Sexarbeit solche Dokumente ausgeben, berichtet die aktuell-politische Fernsehsendung Híradó. Dabei wird es um die harten Tatsachen beim Geld gehen: Das Staatliche Amt für Steuer- und Finanzkontrolle formulierte auf Ersuchen des Prostituierten-Verbandes bereits für die etwa 110 Absolventinnen des ersten Fortbildungskurses die Regeln der Abrechnung.

Die allgemeinen Regeln der Einkommensteuer beziehen sich in Ungarn auch auf die Anbieter sexueller Dienstleistungen. Die Prostituierten können ihre Werbekosten, die Ausgaben für ärztliche Untersuchungen, Mobiltelefon sowie Pkw von der Steuer absetzen, erläuterte Verbands-Chefin Ágnes Földes. Bei der Ausstellung von Rechnungen will das Finanzamt den Vermerk „sexuelle Dienstleistung“ sehen.