Impfungen am Balaton gegen das Coronavirus gehen voran

„Auf der Grundlage der epidemiologischen Daten wäre es zu früh, die Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu lockern“, sagte die Landesamtsärztin Cecília Müller auf ihrer Online-Pressekonferenz am 10. Februar 2021. „Das Beispiel einiger Länder in Europa zeigt, dass eine frühe Lockerung viele Gefahren birgt“. Der operative Stab zur Bekämpfung der Epidemie forderte erneut alle Bürger auf, weiterhin umsichtig mit der Situation umzugehen, maximale Vorsicht walten zu lassen und die Vorschriften einzuhalten.



Dem Regierungsportal koronavirus.gov.hu zufolge wurden am 10. Februar innerhalb von 24 Stunden 1.862 neue Fälle von Coronavirus-Infektionen und 97 Tote infolge von Covid-19 registriert. Damit stieg in Ungarn die Zahl der Infizierten auf 381.875, die Zahl der Todesfälle auf 13.444. Die Zahl der aktiv infizierten Menschen betrug an diesem Tag 81.297. 3.799 Coronavirus-Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt, davon sind 299 an Beatmungsgeräte angeschlossen.

Die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen des Komitates Somogy ist weiterhin in Bezug auf die Bevölkerungszahl relativ niedrig und liegt bei 11.107. Das Komitat Zala verzeichnete 10.957 und das Komitat Veszprém 15.481 Infektionen.

Zur Verbesserung der epidemischen Situation gilt weiterhin ein Ausgangsverbot zwischen 20 Uhr und 5 Uhr morgens, Maskenpflicht auf den meisten öffentlichen Plätzen, Besuchsverbot in Krankenhäusern und Seniorenheimen. Restaurants können Speisen kochen und ausliefern, dürfen aber keine Gäste empfangen. Hotels sind für Touristen geschlossen. Im Rahmen des Gesundheitsschutzes werden landesweit kostenlos Influenza-Impfungen durchgeführt, die Hausarztpraxen werden mit den entsprechenden Impfstoffen versorgt.

Die Impfungen gegen das Coronavirus sind landesweit im Gange. Bisher erhielten 294.624 Personen ihre erste Impfung, davon 117.368 Personen bereits die zweite Impfung. Die Impfordnung sieht vor, dass zuerst das medizinische Personal und danach die Insassen von Seniorenheimen zu impfen waren, deren kampagnenartige Impfungen wurden abgeschlossen. Anfang Februar begann die Impfung der älteren Menschen, die sich dafür registriert hatten. Der aktuelle Impfplan sieht in dieser Woche vor, dass die Mehrheit der Hausärzte die Impfung der in ihrer Praxis registrierten älteren Menschen fortsetzen und die der chronisch kranken Patienten unter 60 Jahren starten können. Die Hausärzte informieren ihre Patienten über den genauen Ort und den Zeitpunkt der Impfung. Die Praxen erhalten wöchentlich eine aktualisierte Liste der betreffenden Personen. Alle, die sich online oder per Brief registriert haben, kommen nach und nach an die Reihe.

Neue Impfstofflieferungen von AstraZeneca und Moderna werden in dieser Woche erwartet, hieß es auf der Pressekonferenz. Bisher seien von den westlichen Impfstoffen bei verschiedenen Herstellern – Pfizer-BioNTech, Moderna, AstraZeneca, Janssen, Curevac – 19,7 Millionen Dosen im Wert von mehreren Zehnmilliarden Forint bestellt worden, von denen nur Pfizer, Moderna und Astra-Zeneca die europäische Zulassung besitzen und die Lieferung nach Ungarn begonnen haben.

Zusätzlich zu westlichen Impfstoffen wird in den nächsten 4 Monaten auch der chinesische Sinopharm-Impfstoff verfügbar sein, womit etwa 2,5 Millionen Menschen geimpft werden können. In den nächsten 3 Monaten kommt auch der Sputnik-Impfstoff aus Russland, mit dem etwa 1 Million Menschen geimpft werden können. Die erste Lieferung des russischen Serums zur Impfung von 20.000 Personen traf letzten Dienstag ein.