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Kampf gegen Korruption in Ungarn

Transparency International hat ihren Korruptionsindex 2013 veröffentlicht, der für manche Überraschung sorgte. TI vergibt zur Ermittlung des CPI Punkte von 0-100: je höher die Punktezahl, desto niedriger die Korruption in der öffentlichen Verwaltung des untersuchten Landes.

Das internationale Ranking von 177 Ländern gewannen 2013 Dänemark und Neuseeland mit je 91 Punkten. In beiden Ländern sind Informationen von öffentlichem Interesse, wie beispielsweise mit Steuergeldern finanzierte Verträge leicht erreichbar und damit gut überschaubar, so Transparency International.

Ungarn liegt mit 54 Punkten auf Rang 47. Im Vergleich zu den 28 untersuchten EU-Ländern belegt Ungarn den 20. Platz vor Ländern wie Estland, Polen, Litauen und Slowenien. Besonders zu denken gibt jedoch die Tatsache, dass 70 Prozent der Bevölkerung von Ungarn den Behörden nicht anzeigen würde, wenn bei Verträgen und Vergaben von Aufträgen Korruption bemerkt wird. Das lässt vermuten, dass das Vertrauen in die staatlichen Kontrolleinrichtungen sehr niedrig ist, heißt es.

Das Schlusslicht in Europa bildet – trotz Verbesserung um 4 Plätze – mit Rang 80 weiterhin Griechenland, Deutschland liegt stabil auf Rang 12. Transparency International (TI) ist eine nicht staatliche Organisation, die weltweit gegen Korruption kämpft. Der Korruptionswahrnehmungsindex CPI wird seit 1995 veröffentlicht und gilt seitdem als anerkannter Maßstab.