Orbán: Regierung fördert Impfkampagne

Die Registrierung für die Impfung gegen das Coronavirus schreitet gut voran, über vier Millionen Menschen haben sich registrieren lassen, sagte Viktor Orbán. Der Ministerpräsident fügte jedoch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk hinzu, dass dies noch nicht genug sei, weshalb die Regierung Prominente gebeten habe, die Impfaktion zu fördern – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die Zahl der Ungarn, die ihre erste Impfung erhalten haben, werde bis Anfang Mai 4 Millionen erreicht haben, sagte er. Bis Mitte Mai wird die Zahl der Geimpften 6 Millionen erreicht haben, und in der dritten Woche im Mai werden 7 Millionen ihre erste Dosis erhalten haben, sagte er. Bis Anfang Juni werden 7 Millionen von Ungarns erwachsener Bevölkerung von 8 Millionen geimpft worden sein, sagte er und fügte hinzu, dass die Befürchtung bestehe, dass die Zahl der Menschen, die sich zur Impfung angemeldet haben, geringer sei als die Zahl der verfügbaren Impfdosen.

Orbán sagte, dass die Fußball-Europameisterschaft im Juni beginnen wird und Ungarn daran teilnehmen wird. Bis dahin werden alle Registrierten ihre Impfungen erhalten haben, und diejenigen, die einen Impfpass haben, werden an den Veranstaltungen teilnehmen können, fügte er hinzu.

Die Impfaktion sei eine der größten organisatorischen Maßnahmen in der Geschichte des Landes, sagte er. Für die fünf in Ungarn zugelassenen und verwendeten Impfstofftypen sind unterschiedlich lange Zeiträume zwischen der ersten und zweiten Impfung erforderlich. Für jede verabreichte Erstimpfung muss die Nachfolgedosis im Lager bereitstehen, damit es auch zum richtigen Zeitpunkt verabreicht werden kann, fügte er hinzu.

Ungarn sei den Ländern der Europäischen Union in Bezug auf die Fortschritte bei der Impfung weit voraus, sagte Orbán. In Bezug auf die Beschaffung von Impfstoffen sagte Orbán, wenn es keine EU-Lösung gebe, müsse man eine nationale Lösung finden. Ungarns Entscheidung, chinesische und russische Impfstoffe zu beschaffen, habe sich als richtig erwiesen, da doppelt so viele Menschen geimpft worden seien wie in westeuropäischen Ländern. Orbán sagte, die Ungarn hätten bei der Einhaltung der Restriktionen „beispielhafte Disziplin“ gezeigt, während in Westeuropa absichtliche Regelverletzungen und Proteste „die Norm“ seien.

Er sagte, dass jeder Schritt der Wiedereröffnung des Landes von der Anzahl der geimpften Menschen abhängen würde, aber auch epidemiologische Daten würden eine entscheidende Rolle spielen. Orbán sagte, dass die Umfrage der Nationalen Konsultation der Öffentlichkeit zu Fragen der Epidemie einen klaren Fahrplan lieferte: Auf die Wiedereröffnung der Schulen würden die Restaurants folgen, dann die Hotels; danach könnten Kultur- und Sportveranstaltungen, Kinos und Fitnessstudios besucht werden. „Wir nähern uns dem Punkt, an dem Kultur- und Gemeinschaftsveranstaltungen im Besitz eines Impfausweises besucht werden können“, sagte er.