Orbán: Migration wieder im Fokus

Mit der Eindämmung der Pandemie werde das Thema Migration wieder in den Fokus der europäischen Politik rücken, sagte Viktor Orbán am Freitag in einem Radiointerview – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



„Legionen von Migranten klopfen an fast alle europäischen Türen“, sagte der Ministerpräsident dem öffentlich-rechtlichen Sender Kossuth Radio. Die Zahl der illegalen Grenzübertrittsversuche an den südlichen Grenzen Ungarns sei in diesem Jahr bisher auf 38.000 gestiegen, im Vergleich zu rund 10.000 im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, sagte er. Der Migrationsdruck wachse nicht nur auf dem Land, sondern auch an den europäischen Seegrenzen, fügte er hinzu. Ungarns Position sei klar in der Ablehnung von Migration, sagte Orbán. Migration sei in Zeiten einer Pandemie besonders gefährlich, weshalb er vorschlage, zwei Jahre lang keine Migration zuzulassen.

Zu den 137.000 Menschen, die nicht zur zweiten Coronavirus-Impfung erschienen sind, sagte er: „Die Ungarn haben im Allgemeinen ein Verantwortungsgefühl, aber es scheint, dass nicht jeder es hat“. Orbán forderte alle auf, zur zweiten Impfung zu erscheinen, da bei Nichterscheinen die Impfbescheinigung annulliert wird. Dies gelte jedoch nicht für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht zur zweiten Impfung erscheinen konnten, fügte er hinzu.