Nachgedacht: Oh, je …

… so ganz optimal, wie von vielen Fans und Fachleuten prognostiziert, verlief die erste EM-Spielrunde für Ungarn und Deutschland ja nicht. Im Gegenteil. Beide Mannschaften gingen gegen Welt- und Europameister mit Kampfgeist, Elan und Lauffreude in die Partie. Etwas Hoffnungsschimmer für einen möglichen Sieg lag in der Luft.



Vor allem die ungarische Elf hielt sehr gut mit. CR7 und seine Mannen hatten ganz schön zu tun, die steten Angriffe ihrer Gegner im Zaum zu halten. Dazu zeigten die Fans im vollbesetzten Stadion in Budapest Flagge und das ganz schön laut. Dann der Jubelschrei: Ungarn ging mit 1:0 in Führung. Pech, es wurde abseits angezeigt. Hätte der Treffer gegolten, wer weiß, wie das intensive Spiel verlaufen wäre. Doch Rossis Team ließ sich nicht einschüchtern. Doch dann, bis kurz vor Abpfiff, etwa zehn Minuten vorher, ließen die Kräfte bei den Ungarn spürbar nach. Sie hatten alles gegeben, alles versucht, alles aus sich herausgeholt. Die Portugiesen nutzten die aufkommenden Schwachstellen ihrer Gegner kompromisslos aus und, wer sonst, Ronaldo führte sein Team zum Sieg. Mit 0:3 musste sich der Gastgeber geschlagen geben. Doch hinsichtlich der Niederlage war auf keinem Fall Schämen angebracht. Ungarn hatte über 80 Minuten ein souveränes Spiel gezeigt, Respekt.

Und Deutschland: Auf Jogis Spieler wartete in der Münchner Allianz Arena der Weltmeister. Neuer, Müller und Co. wussten, das wird ein hartes Stück Arbeit. Und Löw wusste es auch. Doch so schlimm, wie befürchtet, verliefen die ersten 20 Minuten keinesfalls. Das deutsche Team zeigte Mut und bot der Èquipe Tricolore immer wieder Paroli. Dann das Missgeschick: Mats Hummels, der brillante Abwehrchef, versenkte den Ball ins eigene Tor. 0:1 für Frankreich. Das war bitter. Vor allem für den Pechvogel Hummels. Diesem blöden Eigentor, anders nicht zu bezeichnen, rannte die deutsche Elf 90 Minuten hinterher. Frankreich hatte Chancen, ganz klar. Die zwei erzielten Treffer brachten nichts ein. Wie im Ungarn-Spiel ging die Fahne für abseits nach oben. Ansonsten zeigte der amtierende Weltmeister eher harmlose Krallen. Man spürte, der Respekt gegen den Champion von 2014 war nicht unbegründet. Deutschland hätte, (hätte, hätte, Fahrradkette), zumindest einen Punkt mit in die Tabelle bringen können und das auch zurecht.

Nun geht es am kommenden Samstag weiter für Ungarn und das deutsche Team, nur seitenverkehrt. In beiden Partien kann sich der Fußballfan auf Spannung pur freuen. Kampf um jeden Ball, Verteidigung und Offensive werden die langen 90 Minuten prägen.

Die Devise: Kampf bis zum Umfallen, womöglich gibt es dafür eventuell auch mal eine Portion Glück (ohne abseits und ohne Eigentor) als Lohn.

Bis bald,
Ihre Eva