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Rauschgifthändler in Zalaegerszeg vor Gericht

Der Staatsanwalt von Zalaegerszeg erhob wegen des Besitzes und Handels mit Marihuana Anklage gegen einen Mann aus dem Komitat Zala.

Bei den polizeilichen Untersuchungen hatte sich herausgestellt, dass der 51-jährige Tibor G. im vergangenen Jahr in Wien Marihuana-Samen kaufte und damit in seinem Haus in Nemesapáti, sowie in seinem Kelterhaus am Weinberg Marihuana-Plantagen anlegte. Am 3. Juli 2013 wurde die Polizei Zalaegerszeg auf ihn aufmerksam und fand bei einer Hausdurchsuchung insgesamt 47 Marihuana-Pflanzen, drei davon bereits in getrocknetem Zustand. Außerdem stellten sie grünes Pflanzenmaterial in Schachteln und Tüten, sowie eine digitale Waage sicher.

Am Abend dieses Tages hatte die Polizei im Außenbereich von Nemesapáti einen 28-jährigen Pkw-Fahrer aus Putnok kontrolliert, bei dem sie 11 Gramm Marihuana fanden, das er kurz zuvor bei Tibor G. für 20.000 Forint gekauft hatte.

Bei den darauffolgenden Untersuchungen stellte sich des Weiteren heraus, dass Kornél K. mehrfach das laut Gesetz unter die Betäubungsmittel fallende Pentedron weitergegeben hatte. Unter anderen verkaufte er das Mittel, sowie mindestens in zehn Fällen Marihuana an den Drittangeklagten in dieser Sache, den 27-jährigen Norbert M. aus Zalaegerszeg.

In der Wohnung von Kornél K. konnte die Polizei einige Mengen Pentedron sicherstellen. Er selbst kaufte in mehreren Fällen von Norbert M. Amphetamine. Die Amphetamine stammen von unbekannten Händlern in Budapest, die ihre Ware mit Hilfe von Fernbussen aus Budapest liefern ließen. Die befragten Fahrer der Busse wussten angeblich nicht, was sie aus Gefälligkeit mitnahmen.

Gegen die drei Männer wurde auf der Grundlage der polizeilichen Untersuchung ein Verfahren wegen des Besitzes und Handels mit Drogen eingeleitet. Die Verteidigung beantragte Aussetzung der Strafe, Geldstrafe und Bewährung.