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Tapolca wird Kurstadt

Im „Deák Jenő“ Krankenhaus von Tapolca werden die Stationen für Rehabilitation von Lunge- und Herzpatienten erweitert. Der Umbau wird mit einem Investvolumen von 762 Millionen Forint verwirklicht, die Gelder stammen aus EU-Fördertöpfen für die Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bürger, die Stadt unterstützt das Projekt mit 77 Millionen Forint.



Aus einer Mitteilung der Direktorin des Krankenhauses, Dr. Zsuzsanna Lang, geht hervor, dass die Erweiterung auf einer Fläche von zweitausend Quadratmetern geschieht. Schwerpunkt der Profilerweiterung des Krankenhauses sei einerseits die ambulante kardiologische und andererseits die ambulante pulmonale Rehabilitation kranker Menschen.

Nach der notwendigen Akutbehandlung von Störungen des Herz-Kreislauf-Systems ist die kardiologische Rehabilitation eine langfristige Behandlung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, die eine Anschlussmaßnahme bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, nach Eingriffen am Herzen und am Gefäßsystem, sowie bei Stoffwechselerkrankungen darstellt. Die Behandlungsform der ambulanten pulmonalen Rehabilitation dient vor allem Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen und bemüht sich um die Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Das Krankenhaus von Tapolca ist mit den in der Stadt zu findenden, zu hundert Prozent staubfreien Höhlen bereits seit Jahrzehnten ein Zentrum für Patienten mit Atemproblemen und Allergien.

Mit der feierlichen Grundsteinlegung wurde im August der Startschuss für die Umbauarbeiten gegeben. Anschließend fand im Beisein des zuständigen Staatssekretärs eine Begehung der für Heilzwecke genutzten Höhle statt, wo der Bürgermeister der Stadt, László Császár, ausführte, dass dem Krankenhaus von Tapolca in Kürze die Einordnung als Kurklinik zugesprochen wird. Die Umbauarbeiten sollen bis 2015 fertiggestellt werden, das Krankenhaus erwartet dann auch ausländische Kurgäste.