Nachgedacht: Vier Wochen …

… im Glück. Vier Wochen Welpenalarm. Vier Wochen das gewohnte Leben komplett auf den Kopf gestellt. Und so sollte es auch sein, wenn man sich einen Seelenhund ins Haus holt. Einen Berner Sennenhund mit all seinen Vorzügen, seinem Übermut, seiner Anhänglichkeit und seinen „noch“ kleinen Fehlentscheidungen. Die Straftäterliste ist lang, sehr lang: große Löcher graben, die Katze ärgern, während der Nachtstunden zweimal aufs Klo, Erdferkel spielen, mit vier dreckigen Pfoten über den gerade geputzten Fußboden rennen, angepflanzte Blumen zum Morgengruß vor die Haustüre platzieren und noch einiges mehr.



Das Urteil: Lebenslang „hinter Gitter“ bei Frauchen und Herrchen. Wie sagte einst Loriot „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“. Und genau dieser bekannte Spruch trifft genau den Punkt. Diesen kleinen Racker möchten wir nicht mehr missen. Denn für ihn wurde nicht nur ein Strafregister angelegt, sondern auch ein Bonusverzeichnis. In den vier Wochen haben wir schon sehr viel gelernt, nämlich nicht nur Unsinn, sondern auch ein Berner Sennenhundverhalten, wie es sich gehört.

Aslan: sitz, klappt perfekt. Aslan: Platz ebenso. Wir gehen brav an der Leine, wir betteln nicht, wenn Zweibeiner essen, wir lassen uns gerne frisieren, Pfoten reinigen (50 Mal am Tag) und vor allem: wir sind stubenrein (klappte sofort nach Einzug). Stellen wir nun das Negative dem Positiven gegenüber, sind sich Frauchen und Herrchen einig: ein Superhund.

Er hat aber auch ein tolles Zuhause gefunden, das sollte mal schon erwähnt werden. Schmusen, kuscheln, spielen und vor allem eine ausgewogene Ernährung sind für einen drei Monate alten Welpen lebenswichtig. Trockenfutter eignet sich dafür besonders gut, es enthält alle wichtigen Nährstoffe für Knochenaufbau, Gelenke, Organe usw. und lässt den jungen Hund wachsen und gedeihen. Apropos wachsen: Vergleicht man die Maße vom ersten Tag mit heute, na prost. Aslan wird in wenigen Monaten ein stattlicher Berner sein, der über Haus und Hof und seine Familie wachen wird. Vergessen werden darf natürlich auch nicht die medizinische Versorgung, wie alle nötigen Impfungen, Wurmkuren, Schutz gegen Zecken und: das regelmäßig! Ein registrierter Chip sorgt für ein zusätzlich beruhigendes Gefühl.

Eines fehlt aber dazu noch: Eine kräftige Stimme. Bellen kann er ja, aber nennt sich das Bellen, nein. Eher ein schüchterner Versuch, auf sich aufmerksam zu machen. Auch dieses kleine Manko wird sich noch von selbst erledigen, genauso wie das „Beißen“ mit dem Babygebiss. Jedenfalls hat Aslan alle guten Voraussetzungen, ob vererbt oder anerzogen, ein besonderer Seelenhund zu werden mit unserer Hoffnung, ihn so lange bei uns zu haben, wie möglich …

… trotz der Lausbübereien, die uns Tag für Tag immer wieder aufs Neue amüsieren. Aslan, wir lieben Dich!

Bis bald,
Ihre Eva