Nachgedacht: Dass ich Fußball mag …

… habe ich bereits während der Europameisterschaft im vergangenen Sommer zu Papier gebracht bzw. am PC getippt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Egal, ob Bundesliga, DFB-Pokal, Champions League, Super-Cup, Spiele der Nationalmannschaft. Ich liebe es, diese Sportart am TV zu verfolgen.



Was ich dagegen zum einen überhaupt nicht mag, sind die viel zu späten Anstoßzeiten. Mitten in der Woche um 21 bzw. 20.45 Uhr ist für mich ziemlich, mal flop formuliert, blöd. Nicht, dass ich es nicht anschauen möchte, nein. Meistens fallen mir nach der ersten Hälfte die Augen zu. Dann mag ich ins Bett. Das ist mein jahrelanger Rhythmus, den bin ich gewohnt. Das Endergebnis erfahre ich dann am nächsten Morgen in der Tageszeitung, die ich per E-Paper abonniert habe. Für einen Fußballfan, wie ich, eine kleine Katastrophe. Aber es ist, wie es ist. Wird sich auch nichts daran ändern, leider.

Die zweite Sache, die mich hinsichtlich der relativ vielen Übertragungen sehr stört, ist das immer größere Angebot der zu zahlenden TV-Sender. Das gab es früher nicht. Entweder ARD oder ZDF, aktuelle Fußballbegegnungen standen stets im Programmheft. Heute dagegen muss jeder sportbegeisterte TV-Zuschauer eine Menge Kohle in die Hand nehmen, um seinem Hobby frönen zu können. Internet sowieso, Amazon Prime, Sky, DAZN und wie sie alle heißen, sichern sich schon lange vor Beginn einer neuen Saison die Übertragungsrechte. Die privaten Sender haben hier schon gewonnen, die traditionellen Öffentlich-Rechtlichen das Nachsehen. Sicherlich, eine ausführliche Zusammenfassung wird kurz vor Mitternacht im Rückblick gezeigt, aber was ist das schon.

Fußball ist ein hartes Geschäft, eine Geldmaschine, welche die Scheine nur so ausspuckt. Gerade in diesen schweren Zeiten nicht immer nachzuvollziehen, wie Profis, Vereine, Verantwortliche, Trainer, und, und, und Unsummen von Geld geradezu lächerlich verjubeln. Doch das passiert nicht nur im Fußball. Gefragtes aus der ganzen Welt wie Formel 1, Eishockey, Baseball, Basketball, Tennis und bei noch vielen mehr gibt Geld im Sport heute den Ton an. Es geht schon lange nicht mehr um Tausender, es müssen zig Millionen sein, die da ins Spiel gebracht werden. Und die Fernsehsender mischen kräftig mit, weil sie genau wissen, was gut ankommt beim Publikum.

Ein heikles Thema, ich weiß. Ich weiß auch, wieviel ich Monat für Monat für mein Sky-Abo berappen muss. Und das reicht auch, DAZN nein, das auf keinen Fall. Aber, wie heißt es so schön: „Man gönnt sich ja sonst nix“.

Aber einen Pfeil habe ich noch im Köcher: Wintersport. Der ist gratis, der kostet nur den gewöhnlichen Hausstrom. Und ein weiteres Plus: die langen kalten und meist langweiligen Winternachmittage am Wochenende sind gerettet. „Denn Schifoan is des Leiwandste, das ma si nur vorstö’n kann“, sang einst Wolfgang Ambros. Wie wahr!

Bis bald,
Ihre Eva