Ungarn: Regierung friert Zinssätze für private Hypothekarkredite ein

Die ungarische Regierung friert die Zinssätze für private Hypotheken ab Januar für sechs Monate ein, wie der Ministerpräsident am Mittwoch ankündigte – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die Zinssätze für private Hypothekarkredite werden auf dem Stand von Ende Oktober eingefroren, was bedeutet, dass die monatliche Rate für Februar bereits niedriger sein wird als die vorherige, sagte Viktor Orbán in einer Videobotschaft auf Facebook. Ungarn müsse sich vorwärts bewegen, nicht rückwärts, sagte Orbán und fügte hinzu, dass sich die Kabinettssitzung am Mittwoch hauptsächlich auf die Inflation konzentriert habe. „Ganz Europa leidet, weil die Energiepreise steigen“, sagte Orbán. „Ungarn wehrt sich dagegen und schützt die Familien.“ Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass seine Regierung den Mindestlohn und die Renten erhöhe, ihr Programm zur Deckelung der Stromrechnungen beibehalte und eine Obergrenze für die Kraftstoffpreise eingeführt habe.

Die Regierung hatte im vergangenen Monat ihre Entscheidung bekannt gegeben, den Preis für Benzin und Diesel auf 480 Forint (1,30 EUR) pro Liter zu begrenzen. Gergely Gulyás, der Stabschef des Ministerpräsidenten, sagte damals, dass eine Begrenzung der Kraftstoffpreise die Wirtschaft ankurbeln und die Inflation senken könnte. Orbán erklärte am Dienstag bei einem internationalen Pressegespräch, dass er weitere Sozialmaßnahmen plane.