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Ungarn: Zoll hebt größte illegale Zigarettenfabrik Europas aus

In der wenige Kilometer südöstlich von Budapest gelegenen Kleinstadt Vecsés stürmte Anfang dieser Woche eine Spezialeinheit des Ungarischen Zoll- und Finanzamtes die größte bisher entdeckte illegale Zigarettenfabrik von Europa. Das teilte das Finanzamt NAV am 10. Februar 2015 den Medien gegenüber mit.



NAV beschlagnahmte 22 Tonnen Tabak und 2,3 Millionen Zigaretten. Aus dieser Menge hätten etwa 1,5 Millionen Schachteln Zigaretten der Sorte Golden Mount gefertigt werden können. Ursprünglich werden diese Zigaretten in den Vereinigten Arabischen Emiraten für den englischen Markt hergestellt. Der Wert der beschlagnahmten Ware beläuft sich auf 2,5 Milliarden Forint. Die Zigarettenfabrik von Vecsés hatte eine Kapazität von 2000 Zigaretten pro Minute.

Den vorläufigen Aussagen des Finanzamtes zufolge wurden in dieser Fabrik Verbrauchssteuern in Höhe von mindestens 200 Millionen Forint hinterzogen. Die Beamten nahmen aus diesem Grunde in der Fabrik neun Männer aus Bulgarien, sowie je eine Person aus Israel und Ungarn fest. Sie waren Schwarzarbeiter, die aus ehemaligen Zigarettenfabriken im osteuropäischen Ausland für die Arbeit angeworben worden waren.

Um nicht aufzufliegen, werden illegale Produktionsstätten von Zigaretten immer wieder an andere Orte gebracht, dort aufgebaut und eine Zeit lang betrieben. Umso höher ist der Erfolg der ungarischen Beamten einzuschätzen, die erfolgreich einer Spur nachgegangen waren.