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Ungarisches Finanzamt prüft Online-Vermittlungsdienst Uber

Auf Anordnung des Wirtschaftsministers, Mihály Varga, prüft das Ungarische Finanzamt NAV das Taxiunternehmen Uber, berichten ungarische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Ministeriums. Der Wirtschaftsminister reagiert damit offenbar auf die anhaltenden Proteste von Taxifahrern in Budapest, sowie auf deren Anzeigen wegen Steuerhinterziehungen gegen Mitarbeiter des Online-Taxidienstes Uber.



NAV soll prüfen, ob der Online-Vermittlungsdienst ordnungsgemäß Steuern abführt und ob er in allen Fällen über die notwendigen Genehmigungen zur Ausübung des Taxigewerbes verfügt. Die Untersuchung diene der Mitteilung des Ministeriums zufolge der Erhaltung eines fairen Wettbewerbes auf dem Markt und dem Schutz der Steuermoral im Taxigewerbe.

Die in Holland eingetragene Firma Uber International Holding B. V. sei ein auf dem Internet basierender Dispatcherdienst für ungarische Fahrer und Fahrgäste. Da die Firma nicht über einen ungarischen Firmensitz verfügt, zahlt sie in Ungarn keine Steuern, heißt es weiter. Auch die Uber Hungary Kft führe ihre Tätigkeit ohne Steuerzahlungen aus.

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„Die über das Uber-System vermittelten, ungarischen Fahrer haben angesichts der Tatsache, dass sie in Ungarn Geschäftstätigkeiten ausführen, auf ihre Einnahmen hier auch Steuern zu zahlen“, betont das Ministerium in seiner Mitteilung.