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Milliarden für den Tourismus in Zalaegerszeg

Innerhalb des so genannten Operativen Programmes für Gebiets- und Stadtentwicklung stehen der Komitatsstadt Zalaegerszeg in den nächsten Jahren 11,2 Milliarden Forint vor allem aus Fördermitteln der EU zur Verfügung. Davon sollen bis zum Jahre 2020 mehr als eine Milliarde Forint für den Ausbau von Radwegen verwendet werden, sagte der Sprecher des Bürgermeisteramtes, Tibor Nagy.



Mit 600 Millionen Forint wird als erster Schritt das fehlende Stück im Landesnetz der Radwege, der Abschnitt zwischen Bagod und Zalaszentiván fertig gestellt. Der Auftrag für die Machbarkeitsstudie wurde bereits erteilt und die Entscheidung über den Verlauf des Radweges entlang der touristischen Attraktionen gefällt.

Der Radweg wird von Bagod kommend an der Brücke Andráshid die Stadt erreichen, zum See Gébárti-tó führen, wo er nach Süden abbiegt und über eine neue Fußgängerbrücke an der Zala, sowie durch einen Tunnel unter den Gleisen hindurch in die City führt. Abzweige werden zum Dorf- und Industriemuseum, zum Jugendsportzentrum und zum Marktplatz gebaut. „Über die große Brücke an der Zala wird der Radweg nach Zalaszentiván weiterführen“, so Tibor Nagy.

Außerdem soll der Altarm des Flusses Zala südlich der Bahnlinie mit zahlreichen Attraktionen zu einem anziehenden Naherholungsgebiet mit Erlebnispark ausgebaut und über Rad- und Fußwege mit dem Stadtzentrum verbunden werden. „Wir wollen etwas von dem reichen Leben zurückholen, das noch in den 60er Jahren hier pulsierte“, führte Nagy aus. „Damals waren in der Stadt entlang des Flusses noch dreizehn Mühlen in Betrieb.“ Der Erlebnispark wird neben dem Biker-Zentrum mit kleinen Stauwerken, Seen, Mahlwerken und zahlreichen Spielplätzen an diese Zeit erinnern.

Im Rahmen des ehrgeizigen Programmes werden das Dorfmuseum erweitert und der Rundweg um den Gébárti-tó fertiggestellt. In der City wird weiter an der Nachhaltigkeit der Verkehrssituation gearbeitet. 460 Millionen Forint stehen bereit, um die Sicherheit und weitestgehende Barrierefreiheit im Alltagsverkehr zu garantieren, sowie die einzelnen Stadtteile über Radwege mit dem Stadtzentrum zu verbinden.

Im Operativen Programm sind auch der Anschluss von Csács und Bozsok an das Radwegenetz, sowie die Fertigstellung des Radweges von der Zrínyi út bis nach Bocföld vorgesehen. Geprüft wird derzeit noch der Ausbau von Radwegen nach Botfa, Ságod und Teskánd. Die Abgeordnetenversammlung fällt im Herbst die endgültige Entscheidung über den genauen Inhalt des Entwicklungsprogrammes, das bereits im nächsten Jahr in Angriff genommen werden soll.

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