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Felcsút: Beheizte Fußballplätze in der Puskás Akademie

Der Fernsehsender ATV.hu berichtet, dass weitere Milliarden Forint in die Puskás Akadémia von Felcsút gesteckt werden. Bei einem Eigenanteil von 860 Millionen Ft soll die Stiftung zur Förderung des Nachwuchses in Felcsút (Felcsúti Utánpótlás Nevelésért Alapítvány) 2,25 Milliarden Ft zum weiteren Ausbau des Prestige-Objektes erhalten. Die großzügig ausgereichten Mittel seien Gelder, die aus den Körperschaftssteuern stammen und damit dem Staatshaushalt verloren gingen.



Das Fußballstadion der Puskás Akadémia sorgte im letzten Jahr für viel Aufregung: der Ministerpräsident ließ es 50 Kilometer westlich von Budapest mit einem Investvolumen von 12,4 Millionen Euro in seinem Kindheitsort Felcsút bauen, wo er im örtlichen Verein einst Fußball spielte. Er erfüllte sich damit auf Kosten der Allgemeinheit einen lang gehegten Traum. Mit großem Pomp war im April 2014 die fast 4.000 Menschen fassende Pancho-Arena eingeweiht worden. Der Name der Arena erinnert an Ungarns Fußballlegende, Ferenc Puskás, dessen Spitzname bei Real Madrid „Pancho“ war.

Das Dorf genießt darüberhinaus seit Jahren bevorzugte Unterstützung durch seinen hohen Prominenten. Felcsút ist heute die Gemeinde mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen in Ungarn, nachdem das Dorf mit seinen rund 1800 Einwohnern 2008 noch auf dem 336. Platz lag. Mit den jetzigen Geldern wird ein Heiz- und Lagerhaus im aufwendigen Makovecz-Stil gebaut. Von hier aus sollen die Fußballfelder der Akademie beheizt werden, damit die 18 Jugendmannschaften auch im Winter reibungslos trainieren können.

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