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Gesundheitsreform in Ungarn: 1500 Ärzte und 6000 Mitarbeiter arbeitslos

Budapest – Nach dem Start der Gesundheitsreform in Ungarn sind seit April dieses Jahres rund 1500 Ärzte arbeitslos geworden. Ursächlich hängen die Entlassungen mit einem Kapazitätsabbau in den Krankenhäusern des Landes zusammen, schreibt die Zeitung „Világgazdaság“ auf ihrer Web-Site. Außer den Ärzten wurden etwa 6000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens entlassen.

Das zuständige Ministerium bietet Unterstützung mit einem auch finanziell geförderten Moblitätsprogramm an, für das sich jedoch bisher nur zehn Ärzte beworben haben. Das Programm soll dazu anregen, in andere Landesteile mit Ärztemangel umzuziehen. Zahlreiche Mediziner suchen jedoch ihr Glück im Ausland, zumal sie sich davon eine wesentliche Verbesserung ihrer Einkommen erhoffen. Auch eine in diesem Jahr eingeführte Einschränkung der Bereitschaftszeiten soll neue Einstellungen bewirken.