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Budapest: Semmelweis Universität in europäischer Spitze

Die Transplantationsklinik der Semmelweis Universität Budapest steht in Bezug auf die Zahl der Nierentransplantationen von nicht Lebendspendern an erster Stelle der mit Eurotransplant zusammenarbeitenden 77 Kliniken in Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und in den Benelux-Ländern, heißt es auf der Homepage der Universitätsklinik. Bei Lebertransplantationen steht die Budapester Klinik der kürzlich von Eurotransplant veröffentlichten Statistik zufolge an dritter Stelle.



Im Jahre 2015 wurden in der Semmelweis Klinik insgesamt 263 Organtransplantationen durchgeführt, in 167 Fällen wurden Nieren transplantiert, davon in 11 Fällen bei Kindern. Die Transplantationsklinik der Semmelweis Universität sichert bei Nierentransplantationen eine ständige Versorgung der Region Nord- und Westungarn, bei Lebertransplantationen ist die Klinik landesweit zuständig. Die Zahl der Lebertransplantationen hat in den letzten Jahren bedeutend zugenommen. Von den 89 Fällen wurden im letzten Jahr bei 6 Kindern Lebertransplantationen durchgeführt.

„Unseren Erfolg haben wir der Arbeitsorganisation nach deutschem Vorbild, einer ausgezeichneten Teamarbeit und dem außerordentlichen Bemühen der Kollegen zu verdanken“, sagte Klinikdirektor, Dr. Zoltán Máthé. „Transplantationen sind immer eine Teamleistung, sie erfordern die abgestimmte Arbeit von mindestens dreißig Transplantationsspezialisten.“

Ungarn wurde im Jahre 2013 Vollmitglied bei Eurotransplant, der 1967 von Jon van Rood in den Niederlanden gegründeten Stiftung. Damit können inländische Patienten auch aus dem Ausland Organe erhalten. An der internationalen Zusammenarbeit der Mitgliedsländer bei Eurotransplant sind alle Transplantationszentren, Gewebetypisierungslaboratorien und Krankenhäuser, in denen Organspenden durchgeführt werden, beteiligt.

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