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Proa-Treffen in Badacsony

Am Balaton wurden in den letzten Jahren neun so genannte polynesische Proa-Boote gebaut, eine hier ungewöhnliche und mit minimalem handwerklichen Geschick selbst aufbaubare Segelbootart aus Polynesien, berichtete der Initiator und Förderer dieser Boote, Gábor Kardos, dem Nachrichtenportal hirbalaton.hu. „Die Proas sind ein Beweis dafür, dass Segeln nicht in erster Linie Luxus sein muss, sondern vor allem Spaß machen soll.“



Die Proa – in Ungarn trägt sie den Namen Polinéz – ist ein Segelschiff mit ungewöhnlich schmalen Schiffsrümpfen, die meist aus Teakholz und Bambus gebaut werden. Proas haben zwei Rümpfe, von denen der eine größer als der andere ist. Die Boote fahren mit einem speziellen Segel und können sehr schnell gleiten. Zum Ende der Saison wurden im ökotouristischen Besucherzentrum von Badacsonylábdihegy vier Balatoner Proa vorgestellt. Die Besucher bestaunten das Bambusgerüst der Boote und ihre exotische Form. Ein besonderer Blickfang war das im Mauri Centrum nach traditioneller Weise der Māori gebaute Boot. Für das eingeborene Volk von Neuseeland, bilden die Proas mit ihrer einzigartigen Segelphilosophie das Hauptsymbol bei der Erhaltung und Weitergabe der Kultur der pazifischen Inselwelt.

Proa-Boote erfreuen sich hierzulande immer größerer Beliebtheit, denn sie können bei Windstille gut gerudert werden. Die Kosten für den Aufbau einer Proa liegen bei etwa 200 Tausend Forint, so dass die Boote für viele erschwinglich sind. Die Zahl der Proa-Fans in Ungarn wächst ständig, sagte Gábor Kardos und kündigte an, dass auch im nächsten Sommer wieder zahlreiche spektakuläre Wettbewerbe mit den polynesischen Proas rund um Badacsony durchgeführt werden.

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