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Museum auf einstigem Türken-Schlachtfeld erlebt Wiedergeburt

Mohács – Der museale Ort des Gedenkens an die Schlacht der Ungarn gegen die Türken (1526) ganz im Süden des Komitats Baranya soll bis zum Jahr 2010 mit einem neuen Antlitz wiedererstehen. Die Pläne für das bedeutende Vorhaben liegen bei der Direktion des Nationalparks Donau-Drau, die für die Gedenkstätte zuständig ist, schon bereit.

„Wir möchten, dass am Ort eines der bedeutendsten historischen Ereignisse in Ungarn eine erneuerte, thematische Ausstellung, die dessen Gewicht würdig ist, innerhalb weniger Jahre die Besuchere empfängt“, sagte die stellvertretende Direktorin des Nationalparks, Eszter Buchert, der Zeitung „Dunántúli Napló“. Dabei sollen zwei, jeweils 300 Quadratmeter große Ausstellungsflächen entstehen. Dort würde auch das Material über die Geschichte der Schlacht Platz finden, das bislang verpackt in Magazinen lagert.

Der bisherige Gedenkpark bei Sátorhely (südlich von Mohács) war zum 450. Jahrestag der Schlacht bei Mohács übergeben worden, hatte mehrfach den Betreiber gewechselt und ist inzwischen vom Zahn der Zeit stark angegriffen. Die Besucherzahlen gingen von jährlich 100 000 inzwischen auf kaum 16 000 zurück.

Am heutigen Ort des Gedenkens sollten einst Ungarns Heere die von Süden heranziehenden türkischen Angreifer zurückschlagen. Dabei erlitten sie eine furchtbare Niederlage. Danach wurden 12 000 Ungarn enthauptet, mehr als 100 000 gerieten nach dem Sieg der Türken bei Buda in die Sklaverei.