Die MotoGP hat den ungarischen Balaton Park für die Saison 2027 aus ihrem Rennkalender gestrichen – berichtet Msport. Nach der Rückkehr im Jahr 2025 schien es, als würde der Grand Prix von Ungarn einen festen Platz im europäischen Rennkalender einnehmen, doch die Sicherheitsbedenken rund um die Rennstrecke am Balaton nahmen immer weiter zu. Hochrangige Quellen bestätigten gegenüber Msport, dass Liberty Media gemeinsam mit der MotoGP Sports Entertainment Group das Rennen gestrichen hat, sodass das ungarische Rennen nicht mehr im Rennkalender 2027 aufgeführt ist – so das Reiseportal turizmus.com.
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Das Rennen könnte nach Spanien verlegt werden; laut Msport haben die Organisatoren des Grand Prix von Aragon einen Vertrag über 10 Millionen Euro abgeschlossen, um das Rennen im Kalender 2027 zu verankern und so die durch die Absage des Balaton-Rennens entstandene Lücke zu nutzen. Die ungarische Regierung hat alle Alternativen geprüft und sogar vorgeschlagen, das Rennen auf den Hungaroring zu verlegen. Da die Liste der notwendigen Umbauten jedoch lang ist und die Zeit immer drängender wurde, wurde diese Idee verworfen oder zumindest bis 2028 verschoben. Im MotoGP-Kalender herrscht ein heftiger Wettbewerb um jeden Platz, und aufgrund der Strategie von Liberty Media kann sich kein einziger Austragungsort sicher fühlen. Die Entscheidung, den Balaton Park auszuschließen, ist eine klare Botschaft: Sicherheit und Spektakel sind wichtiger als Tradition oder emotionale Bindung. Dass die ungarische Regierung nicht in der Lage war, die Veranstaltung schnell genug auf den Hungaroring zu verlegen, verdeutlicht die logistischen und regulatorischen Schwierigkeiten, die mit der Umgestaltung von Formel-1-Strecken für den Motorradrennsport verbunden sind – so heißt es in einem Artikel auf Telex.hu.
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Im April wurde ein Liquidationsverfahren gegen HUMDA Magyar Mobilitás-fejlesztési Ügynökség Zrt. eingeleitet, ein Unternehmen des Vermögensverwalters der Stiftung der Széchenyi-István-Universität in Győr. Nach Angaben der Stiftung „Für die Széchenyi-István-Universität“ übernahm sie mit der Übertragung der HUMDA Zrt. durch den Staat Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe, erhielt jedoch kaum finanzielle Mittel dazu, und das Unternehmen arbeitete von vornherein regelwidrig. Die HUMDA, die 2023 an sie überging und für die Organisation und Koordination öffentlicher Aufgaben im Bereich der Koordinierung und Entwicklung des Auto- und Motorsports zuständig ist, hätte unter anderem die MotoGP-/Superbike-Rennen in Balatonfőkajár ausrichten sollen. Der Hungaroring schrieb jedoch in einer Pressemitteilung im April, dass die Aufgaben des Veranstalters für die diesjährigen Superbike-Weltmeisterschafts- und MotoGP-Rennen in Ungarn an das Unternehmen übertragen worden seien.
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