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Haus der ungarischen Musik in Budapest: Ein Klangerlebnis im Stadtwäldchen

Wer Budapest besucht, denkt wohl zuerst an die Budaer Burg, die Citadella, das Parlament oder die Thermalbäder. Doch seit 2022 hat die Stadt eine weitere Attraktion, die auf keiner Reiseliste fehlen sollte: das Haus der ungarischen Musik – Magyar Zene Háza – im Stadtwäldchen Városliget. Es ist weit mehr als ein Museum, es ist ein architektonisches Wunderwerk, ein Konzertsaal und ein interaktives Erlebniszentrum in einem. Das Haus ist ein seltenes Beispiel dafür, wie Architektur, Bildung und Unterhaltung zu einem Ganzen verschmelzen können. Wer sich für Musikgeschichte interessiert, kommt hier ebenso auf seine Kosten wie Architekturfans oder Familien, die einen ungewöhnlichen, interaktiven Nachmittag erleben möchten.

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Schon von außen zieht das Haus alle Blicke auf sich. Der japanische Stararchitekt Sou Fujimoto entwarf ein organisch geschwungenes Gebäude mit einem durchlöcherten Dach, das wie ein Fliegenpilz aus dem Boden des Parks zu wachsen scheint. Große Glasfassaden lassen Innen- und Außenraum verschmelzen, sodass die Besucher das Gefühl haben, mitten in der Natur zu stehen: zahlreiche alte Bäume des Parks wurden beim Bau bewusst erhalten. Tausende goldschimmernde, blattförmige Metallplättchen an der Unterseite des Vordachs verstärken den Eindruck einer harmonischen Verbindung von Architektur und Natur zusätzlich. Die kreisrunden Öffnungen im Dach lassen in wundervoller Weise natürliches Licht in die Innenräume strömen. Der Entwurf des Architekten setzte sich gegen viele internationale Konkurrenzbeiträge durch und wurde später mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als „Best Public Service Architecture Europe“ bei den International Property Awards in London. Das Gebäude ist Teil des großen Liget-Budapest-Projekts, das den historischen Stadtpark zu einem modernen Kulturviertel mit mehreren neuen Museen entwickelte.

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Das Konzept des Hauses der Musik ruht auf drei Säulen: Ausstellungen, Live-Musik und Musikerziehung. Die Konzertsäle befinden sich auf Parkebene, Unterrichts- und Forschungsräume liegen im Obergeschoss und das Untergeschoss beherbergt die große Ausstellungsfläche. Im Haus der Musik finden Konzerte unterschiedlichster Genres sowie Workshops und Programme für Familien statt. Das Herzstück bildet die rund 1.000 Quadratmeter große Dauerausstellung „Dimensionen des Klangs – Eine musikalische Reise durch Raum und Zeit“. Sie führt die großen und kleinen Besucher auf einem spannenden, interaktiven und sehr abwechslungsreichen Rundgang durch zwei Jahrtausende europäischer und ungarischer Musikgeschichte. Mit Kopfhörern ausgestattet, wandern sie durch die dunkel gehaltenen, atmosphärisch beleuchteten Räume und hören dabei rund 300 Musikausschnitte, die automatisch an der jeweiligen Station erklingen: vom einfachen Lied des Volkes über polyphonen Gesang in Klöstern, von Musik erster Instrumente bis hin zu den modernsten E-Gitarren, von Arien aus Oper und Operette bis hin zur vielfältigen Musik der Neuzeit. Der Rundgang beginnt mit dem Klang der Natur und einfachen Musikinstrumenten aus früheren Zeiten. Es erklingen ungarische Volkslieder, die für jeden Anlass im Laufe des Lebens komponiert wurden. Wer Lust hat, kann mit Hilfe lebensgroßer Videowände und unter Anleitung von Volkstänzern Csárdás, den traditionellen Tanz Ungarns, erlernen. Jeder der folgenden Räume bietet Überraschendes, interaktive Tools für Groß und Klein. Die Ausstellung endet mit einer Sound Cloud und sphärischen Klängen.

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Das Erlebnis der Ausstellung kann mit dem Besuch des Sounddomes und seinen 360-Grad-Audio-Video-Shows weiter verstärkt werden. Dieser befindet sich räumlich auf derselben Ebene wie die Ausstellung, wird jedoch ticket- und programmtechnisch separat und außerhalb der ständigen Ausstellung geführt.

Ausführliche Informationen, Programme und Tickets unter:

Magyar Zene Háza

1146 Budapest
Városliget, Olof Palme sétány 3
https://zenehaza.hu/en

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