Auf Initiative der lokalen Gruppe „Tisza-Insel“ wurde in der Region Homokkomárom im Komitat Zala eine Unterschriftenaktion gestartet, um den Schießplatz der ungarischen Armee in Nagykanizsa zu schließen, der nach fast dreißigjähriger Pause vor einigen Jahren wieder in Betrieb genommen wurde – dies teilte der Initiator der Aktion am Mittwoch der Nachrichtenagentur MTI mit. Krisztián Katona, einer der Gründer der Initiative „Hegylakók Tisza sziget“, sagte: „Mittlerweile fühlen wir uns vor allem an der Front.“ – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
In den vergangenen Jahren wurde der Schießplatz unter Berufung auf den Kriegszustand wiedereröffnet, was nicht nur den Alltag der Bewohner der unmittelbar angrenzenden Ortschaften ständig und erheblich belastet, sondern auch dazu führt, dass an Wochenenden und nachts Schießübungen mit scharfer Munition stattfinden. All dies führt zu einem erheblichen Anstieg der Wildunfälle, da es sowohl den Wildbestand als auch die Ruhe der Haustiere stört – so heißt es in der Petition. Der Initiator fügte hinzu: Auf dem rund 45 Hektar großen Schießplatz gab es seit 1997 keine Präsenz der Streitkräfte mehr; vor einigen Jahren wurde die Wiedereröffnung beschlossen, doch dazu fand keinerlei Abstimmung mit der Bevölkerung statt. Die intensive Lärmbelastung wird in der Region nicht nur durch die ständigen Salven, sondern auch durch die aus Kaposvár anfliegenden Kampfhubschrauber noch verstärkt.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Krisztián Katona erklärte: Die kürzlich gestartete Unterschriftenaktion habe zwar noch nicht alle Ortschaften oder Ortsteile erreicht, doch bereits jetzt würden fast zweihundert Menschen die Initiative unterstützen. Ihr Ziel sei es, die Situation im Rahmen eines Bürgerforums in Anwesenheit von Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi zu erörtern. Er fügte hinzu, dass ein erheblicher Teil des Schießplatzgeländes als Natura-2000-Naturschutzgebiet ausgewiesen sei. Laut der Zusammenfassung in der Petition wird der Schießplatz im Gebiet zwischen Nagykanizsa und Homokkomárom derzeit vom 5. Territorialverteidigungsregiment „Gyula Bauer“ der ungarischen Streitkräfte – und insbesondere vom dazugehörigen 48. Territorialverteidigungsbataillon – genutzt, aber auch die Soldaten des 2. Versorgungsregiment aus Kaposvár führen hier ebenfalls ihre Schießübungen durch. Die Petition wurde zur Schließung des Schießplatzes ins Leben gerufen, der in der Nähe von Homokkomárom, Hosszúvölgy, Sormás, Fűzvölgy, Újudvar sowie der zu Nagykanizsa gehörenden Ortschaften Korpavár, Palin, Zsigárdmajor und Kiskanizsa betrieben wird.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
