Die Zahlungsfähigkeit der Ungarn hat sich im zweiten Quartal dieses Jahres verbessert: Der Intrum-Zahlungsfähigkeitsindex, der die finanzielle Lage der Bevölkerung widerspiegelt, stieg im Quartalsvergleich um 55 Prozent und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 85 Prozent. Der Durchschnittswert lag bei 25,4 Punkten – teilte das Inkassounternehmen Intrum am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur MTI auf der Grundlage einer gemeinsamen Umfrage mit der GKI Gazdaságkutató Zrt. mit – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.
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In der Mitteilung wurde angemerkt, dass der Indikator zuletzt im ersten Quartal 2022, noch vor der Eskalation des russisch-ukrainischen Konflikts und dem Inflationsschock, so günstig ausgefallen war. Der Anstieg des Index wurde vor allem durch den Anstieg der Realeinkommen, die Belebung der Binnennachfrage und die in der ersten Jahreshälfte ergriffenen Maßnahmen zur Einkommenssteigerung gestützt, hieß es. Aus dem Anstieg des Index lässt sich ableiten, dass sich auch die Einkommenslage der Bevölkerung verbessert, was eine stabilere finanzielle Grundlage für Kreditrückzahlungen und Rechnungszahlungen bedeutet. Gleichzeitig wiesen sie darauf hin, dass die Nachhaltigkeit dieser Verbesserung noch ungewiss ist. Das Wachstum der ungarischen Wirtschaft ist weiterhin moderat, die Auslandsnachfrage schwach und die Haushalts- und Inflationsrisiken nach wie vor erheblich. Aus diesem Grund ist der derzeitige Anstieg des Index eher als Erweiterung des kurzfristigen finanziellen Spielraums der Haushalte zu interpretieren als als eine umfassende und dauerhafte Wende in der Zahlungsfähigkeit.
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Die Zahlungsfähigkeit der ungarischen Haushalte wird in der kommenden Zeit in erster Linie von der Entwicklung der Realeinkommen, der Stabilität des Arbeitsmarktes und dem Inflationsumfeld bestimmt. Das wachsende Verbrauchervertrauen und steigende Einkommen unterstützen die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen, während die schwache Auslandsnachfrage, ein möglicher Anstieg der Energiepreise, die Zurückhaltung der Unternehmen bei der Einstellung von Personal und die nur langsame Lockerung des Zinsumfelds weiterhin erhebliche Risiken darstellen.
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Wie mitgeteilt wurde, hat die ungarische Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres eine bessere Leistung erbracht als in den vorangegangenen Jahren, in denen sie nahezu stagnierte. Das BIP-Volumen stieg sowohl auf Jahresbasis als auch auf bereinigter Basis um 1,7 Prozent und wuchs im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent. Parallel dazu stieg der Durchschnitt des Intrum-Index im ersten Quartal auf 16,3 Punkte und kletterte im zweiten Quartal auf über 25 Punkte. Die parallele Verbesserung ist ein positives Zeichen, doch mangels BIP-Daten für das zweite Quartal lässt sich noch nicht feststellen, ob der Anstieg des Index mit einer ähnlich starken Beschleunigung der Realwirtschaft einherging, hieß es.
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