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Politikerin bittet um Verzeihung für Vertreibung der Deutschen

Ungarns Parlamentspräsidentin Katalin Szili hat die aus Ungarn in den vierziger Jahren vertriebenen Deutschen um Verzeihung gebeten. In ihrer Rede auf der Gedenkkonferenz anlässlich des 60. Jahrestages der Aussiedlungen sagte sie nach einem Fernsehbericht am Freitag in Budapest: „Es ist die Pflicht von uns Politikern, stellvertretend für unsere Vorgänger, die für die schändlichen politischen Entscheidungen verantwortlich waren, zu erklären: Entschuldigung, und zur Orientierung soll auch der Satz vor uns stehen: niemals wieder.“

Vor 60 Jahren waren zwischen Januar 1946 und September 1948 im Zeichen der kollektiven Schuld insgesamt 180 000 bis 200 000 Deutsche im Sinne eines Regierungsbeschlusses von 1945 aus Ungarn ausgesiedelt worden.

Nach den Worten Szilis können Abbitte und das Aussprechen vielleicht helfen, dass die Nationen sich mit den ethnischen Säuberungen aussöhnen und ruhig beieinander leben.