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Zeckengefahr in Ungarn gewachsen

Zecken und die von ihnen verbreiteten Krankheiten sind eine wachsende Gefahr in Ungarn. Fachleute fordern dazu auf, sich nicht nur vor Erkrankungen sondern auch vor den Zecken selbst zu schützen, berichtet das staatliche Fernsehen. Die Zahl der Fälle von Zecken verursachter Hirn- und Hirnhautentzündung habe 2007 im Vergleich zum vorangegangenen Jahr um 65 Prozent zugenommen, teilte der Vorsitzende des Ungarischen Zeckenverbandes, Zoltán Kapiller, dem Sender zufolge mit. Innerhalb eines Jahres stiegt die Zahl der infizierten von 115 auf 175. Eine Rolle spielte dabei auch, dass sich Dutzende Mitglieder einer Touristengruppe an infizierter Ziegenmilch ansteckten.

Wegen der milden Winter sind in Europa und so auch in Ungarn die Zecken das ganze Jahr hindurch aktiv. Am stärksten von Zecken befallen sind in Ungarn Budapest sowie die Komitate Pest, Nógrád, Vas, Zala und Somogy. Dabei sind nicht nur die Zeckenstiche selbst gefährlich, Ansteckung ist auch über Tiere möglich, die von Zecken infiziert wurden.