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Aussichtspunkt in Fonyód kippt

Auf dem Hochufer von Fonyód kippt der im Jahre 1926 gebaute, so genannte Walkó Aussichtspunkt immer mehr zur Seite. Nach den Regenfällen in den ersten Herbstwochen besteht durch das Aufweichen des Hochufers erhöhte Unfallgefahr. Deshalb stimmte die Stadtverordnetenversammlung auf ihrer letzten Sitzung über 8 Millionen Forint zum Abriss der Anlage und zur Bannung der unmittelbaren Gefahr ab.



„Für eine endgültige Lösung brauchen wir die Unterstützung des Staates“ sagte der Bürgermeister, József Hidvégi, der Nachrichtenagentur MTI. „Der Aussichtspunkt ist staatliches Eigentum, er steht auf einem von der Aktiengesellschaft Sefag Zrt verwalteten staatlichen Grundstück. Gespräche mit dem Innenministerium und mit der Treuhand in den letzten Jahren haben bisher leider zu keinem Ergebnis geführt. Fonyód aber hat kein Geld, um für 200-300 Millionen Forint eine Stützmauer zu bauen.“ Hidvégi ergänzte, dass der Aussichtspunkt seit mehreren Jahren instabil ist. Die Stadt kann und will nicht mehr länger warten. Die Abgeordnetenversammlung entschied, das Bauwerk abzutragen, bevor es zu einer Tragödie kommt. Nach dem Bau der Stützmauer könnte der Aussichtspunkt in alter Weise wieder aufgebaut werden.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Erdbewegungen am Hochufer oberhalb der Hauptverkehrsstraße 7 seit langem ein großes Problem für die Stadt darstellen. Im letzten Jahr konnte mit provisorischen Maßnahmen der weitere Abrutsch am westlichen Teil des Hochufers verhindert werden. Mit Hilfe von staatlichen Mitteln in Höhe von 47 Millionen Forint wurde ein Teil der Erde und der Pflanzen entfernt, anschließend ein Kunststoffnetz aufgebracht, das den Hang stabilisiert, so dass er wieder bepflanzt werden konnte. Eine endgültige Lösung ist in Planung, die dazu erforderlichen Mittel würden sich auf fünf Milliarden Forint belaufen, wozu die Stadt dringend Unterstützung benötigt.

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