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Wintermärchen am Balaton

Der Balaton ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, und auch im Winter hat das „Ungarische Meer“ seinen Reiz. Dann können Gäste vor allem die Ruhe genießen. Die im Sommer beliebten Badestellen sind menschenleer, aber Thermalbäder und Eisfestivals bieten Winterspaß der angenehmen Art. Ein besonderes Schauspiel ist es, wenn der See komplett zugefroren ist und zum Schlittenfahren und Eislaufen einlädt.

Ab München dauert die Autofahrt bis an den Balaton ca. 6–8 Stunden; von Berlin ist der im Sommer überlaufene und im Winter verlassene Badeort Siofok rund 900 Kilometer entfernt. Dennoch ist die Anreise mit dem Auto immer noch am günstigsten. Wer sich hier nach einer Wohnmobilvermietung umschaut, stellt schnell fest, dass sich für eine Rundreise im Winter auch ein fahrbares Hotel auszahlt. Denn die Wohnmobile sind beheizt und bieten Schlafplätze für 3–6 Personen sowie eine eigene Kochnische und ein kleines Bad.

Der Balaton im Winter
Der Balaton im Winter

Bildrechte: Flickr Winter Silence – 02 Taki Steve CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Winterliches Vergnügen in Balatonföldvár

Viele Städte organisieren Veranstaltungen wie das Eisfestival in Balatonföldvár am Südufer des Balaton. Hier können sich die Besucher mit heißem Glühwein, Grog oder Tee und deftigem Gulasch stärken, während lokale Bands für musikalische Unterhaltung sorgen. Wer sich lieber beim Schlittschuhlaufen aufwärmen will, weicht auf die Eisbahn am zentralen Freistrand von Balatonföldvár aus und übt dort Pirouetten oder Synchronläufe.

Warme Thermalbäder in Bad Héviz

Auch die Gegend südlich und westlich vom Balaton hat in der kalten Jahreszeit einiges zu bieten. Zum einen befindet sich nur 45 Minuten von Balatonföldvár entfernt in Héviz der größte Thermalsee Europas, der ein beliebtes Reiseziel von Patienten mit Gelenk- und Herz-Kreislaufbeschwerden ist. Denn dem weltweit einzigartigen Torfschlamm wie auch dem leicht alkalischen Wasser des Sees werden heilende Kräfte nachgesagt. Im Badehaus in der Mitte des Sees liegen die Temperaturen im Winter zudem noch bei angenehmen 26–28 Grad. Wer sich nach dem Schwimmen bei einer der Balneo- und Physiomassagen oder Kosmetikbehandlungen erholt hat, kann den Abend noch entspannt bei einem der Orgelkonzerte in den Bad Hévízer Kirchen ausklingen lassen.

Erlebnisbad Zalakaros

Südwestlich vom Balaton befindet sich mit dem Thermalbad von Zalakaros ein weiteres Wellnessbad, das vor allem bei Familien Anklang findet. Denn neben den klassischen Thermalanwendungen gibt es hier auch einen großen Erlebnisbereich mit Wellenbad, Saunalandschaft, Whirlpools und einer Riesenrutsche für die kleinen Gäste. Wer möchte, kann am nächsten Tag zum Aussichtsturm in Zalakaros hochwandern, der einen tollen Blick über die schneebedeckte Landschaft bietet. In der Weinstube beim Turm warten ungarische Spezialitäten und Weine aus Zala darauf, verkostet zu werden.

Die Höhlenteiche von Tapolca

Bei der Fahrt am nordwestlichen Ufer des Balatons entlang öffnet sich nach dem Naturschutzgebiet Kis-Balaton eine hügelige Welt für anspruchsvolle Winterwanderungen. Weiter östlich angekommen, lohnt es sich, einen kurzen Zwischenstopp in Tapolca einzulegen und sich auf eine abenteuerliche Bootstour unter der Stadt zu begeben. Das türkisblaue Wasser ist auch im Winter noch 10 Grad warm. Im Vergleich zum Trubel im Sommer kann jeder Höhlenbesucher nun ganz in Ruhe die gesunde Luft hier unten einatmen und dabei die Tropfsteine bewundern. Vor der Rückfahrt nach Siofok bietet es sich an, in einem der Restaurants rund um den alten Mühlenteich einzukehren.